Das Stuttgarter Kammerorchester ist mit Tablets ausgestattet – und das ist gut so. Foto: dpa/Bernd Weißbrod

Präzise, kommunikativ, transparent und farbenreich: Das Stuttgarter Kammerorchester und Thomas Zehetmair haben Werke von Bach und Schostakowitsch gespielt.

In düsterer Stimmung und kraftlos setzt die Solovioline in Karl Amadeus Hartmanns Concerto funèbre ein. Ein Stück, das sich aus tiefer Depression durch alle nur möglichen Gefühlszustände kämpft, bis am Ende ein bisschen Hoffnung aufglimmt. Hartmann, unter den Nationalsozialisten ins Berufsverbot verdammt, schrieb diese hochexpressive Bekenntnismusik 1939 gegen die „Aussichtslosigkeit für das Geistige“. Thomas Zehetmair, der das Concerto jetzt als Solist mit dem Stuttgarter Kammerorchester (SKO) im erfreulich gut besuchten Mozartsaal aufgeführt hat, scheint für diese Musik geradezu prädestiniert zu sein.

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