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Simmozheim Hexen-Chefin zückt Staubwedel

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Dreckig aber glücklich: endlich eine vollkommene Hexe ist dieser Anwärter (rechts). Foto: Tröger Foto: Schwarzwälder Bote

Simmozheim. Am 6. Januar fällt für die Narren der Region traditionell der Startschuss in die fünfte Jahreszeit. So auch für die noch junge Zunft der Simmozheimer Hörnles-Hexa, die sich bei strahlend blauem Himmel, erträglicher Temperatur, mit zahlreichen erwartungsfrohen Zuschauern sowie in fröhlicher Geselligkeit vor der Geißberghalle zum Maskenabstauben trafen.

Schadenfrohe Zuschauer

Bevor jedoch der Staubwedel der Hexen-Chefin Nadine Bühler zum Einsatz kam, wartete auf Simon Böttinger, genannt "Hiiimon", eine große Herausforderung. Der 25-Jährige ist der einzige Täufling der diesjährigen Kampagne und hatte einige Aufgaben zu bestehen, um sich alle Teile des Hexa-Häs zu verdienen. Er bekam unter den Augen der schadenfrohen Zuschauer, darunter eine große Abordnung der befreundeten Althengstetter und Calwer Narrenzünfte, die geballte Kreativität seiner Hexen-Truppe ab. Puzzle-Teile mit dem Mund aus Wannen mit Öl, Mehl, Ketchup und Sägespänen zu fischen, gehörte da noch zu den leichteren Übungen.

Überwindung kostete ihn eher der Verzehr manch "unwiderstehlicher" Schmankerl aus der Hexenküche wie Knoblauchsuppe mit Fischaugen, Hexenknödel in fragwürdiger Farbe, gespickt mit undefinierbarem Getier, Weizenbier mit Zwiebeleinlage oder Vanillefisch mit Essig-Kaffee als Dessert. "Augen zu und runter damit!" oder "Denk net soviel, schluck’s oifach!" – die Zuschauer halfen lautstark mit. Mit seinem abschließenden Rap, der die Worte "Hiiimon", Hörnles-Hexa, bezahlen und Vereinsrunde enthalten musste, hatte er sich Schürze, Rock, Stola und Maske verdient. In voller Montur galt es noch, durch einen Tunnel zu kriechen, wo allerhand "Gutes von oben" noch einmal seine Ekel-Schmerzgrenze testete. Jetzt ist er eine zwar dreckige, aber glückliche, vollkommene Hörnles-Hexe. Und das wird bis Aschermittwoch so bleiben, ist es doch laut der vereinsinternen Häs-Ordnung nicht erlaubt, das doch arg in Mitleidenschaft gezogene Häs vorher zu waschen.

Ihr Hexa-Unwesen wird die rund 30-köpfige Truppe während der Fasnet auf Einladung bei den Umzügen und Narrenbällen in der Region treiben, zum Beispiel am Wochenende in Grafenau und beim Nachtumzug in Schellbronn. "Für einen eigenen Umzug oder Narrenball sind wir noch zu klein", sagte Bühler. Dafür brauche es neben ordentlich Manpower durch die vielen Auflagen für solche Veranstaltungen auch ein erhebliches finanzielles Polster, um in Vorleistung gehen zu können.

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