Der Baustart des Projekts in Bad Teinach lässt noch weiter auf sich warten. Bis zum Sommer soll sich das ändern. So lange wird wohl auch der Erdaushub auf der anderen Seite noch lagern, der an den Nerven einiger Bürger zehrt.
Inzwischen könnte man sich schon fast danach sehnen, dass in Bad Teinach endlich die Bagger rollen. Denn in der Baugrube nahe des Ortseingangs linker Hand – dort soll eine Seniorenwohnanlage entstehen – tut sich noch immer nichts. Doch klar ist: Im Hintergrund läuft derweil so einiges.
Vorvermarktung Im Oktober 2023 hatte die sogenannte Vorvermarktungsphase begonnen. Und das bedeutet: Eine gewisse Anzahl an Wohnungen muss verkauft werden, bevor mit dem Bau losgelegt werden kann.
Bislang laufe das allerdings nicht besonders rund, wie der Bauherr und Geschäftsführer der Schweizer Immoprojekt GmbH aus Gerlingen, Marcus Ziegler, mitteilt: „Die Resonanz auf den Beginn der Vorvermarktungsphase ist bisher nur teilweise zufriedenstellend. Wie man sich in Bezug auf die Gesamtlage auf dem Immobilienmarkt vorstellen kann, wünscht man sich im Moment etwas mehr Nachfrage und weniger Zurückhaltung bei verbindlichen Kaufentscheidungen.“
Hintergründe Woran das liegen könnte, da hat der Firmenchef Vermutungen: „Die Käufer warten zum einen auf niedrigere Zinsen. Hier sind die Märkte mit von den Entscheidungen der EZB (Europäischen Zentralbank, Anmerkung der Redaktion) abhängig.“
Zum anderen würden Kapitalanlagekunden auf die Verabschiedung des Wachstumschancengesetzes warten, in der eine „Sonderabschreibung“ für Immobilienkäufe im Neubau festgelegt sei. Ziegler erklärt, dass dieses Gesetz schon im vergangenen Sommer angekündigt worden sei, aber noch immer nicht verabschiedet. Der Firmenchef bezieht klar Stellung: „Das schafft kein Vertrauen und hindert anstehende Entscheidungen für Investitionen.“
Ziel Wie geht es jetzt aber weiter mit dem Bauprojekt? „Unsere Vorvermarktungsphase geht so lange weiter, bis zufriedenstellende Ergebnisse herauskommen“, sagt Ziegler. Und das könnte sich durchaus noch ein paar Monate hinziehen, denn „im Moment gehen wir davon aus, dass uns bis zum Frühsommer solche Ergebnisse vorliegen werden.“ Dann könnte es aber endlich ans Eingemachte gehen: „Danach ist beabsichtigt, mit den Baumaßnahmen zu beginnen.“
Erdaushub Was schon im vergangenen Sommer an den Nerven vieler Bürger zehrte: Dass auf der gegenüberliegenden Seite der Baugrube Erdaushub lagert, der unter anderem die Spielfläche des Bolzplatzes verkleinere. Schon in der Septembersitzung 2023 erklärte Bad Teinach-Zavelsteins Bürgermeister Markus Wendel: Der Aushub lagert auf der gegenüberliegenden Seite, „weil er separat entsorgt wird“.
Das rühre daher, weil sich Steine in der Erdmasse befinden. Und zwar Bausteine des Kellers, der einst Teil des Gebäudes gewesen sei, das schon längst abgerissen sei.
Bereich muss im Sommer frei sein
Wann wird der Erdaushub nun wegtransportiert? „Was die geringe Menge an Erdablagerung anbelangt, so ist deren Abfuhr eine Aufgabe, für die man noch etwas mehr Frühling braucht. Der Bereich dort ist noch sehr feucht und mit schwerem Gerät dort zu arbeiten, wäre nicht gut“, erklärte Wendel auf Nachfrage unserer Redaktion.
Und der Verwaltungschef gibt auch einen Ausblick: „Das Thema ist aber auf dem Schirm und wenn die Bauarbeiten fortgesetzt werden, wird dieser Bereich ohnehin für andere Aufgaben benötigt und muss daher frei sein.“