Investitionen stehen im Seniorenheim Hirschhalde, im ehemaligen Schwesternhaus, an. Foto: Wilfried Strohmeier

Die Hirschhalde, einst als Hotel- und Gaststättenbetrieb erbaut, hatte eine wechselvolle Geschichte. Seit 1993 eine Seniorenresidenz, haben die Gebäude schon einige Erweiterungen und Umbauten erfahren, jetzt ist die nächste in Planung.

Die Hirschhalde wie auch der Scheffelhof in der Kernstadt gehören dem Unternehmen Korian mit Sitz in München, die wiederum Teil der europaweit agierenden Clariane-Gruppe sind. Gesetzliche Vorgaben zwingen zur Investition.

 

Wie in einigen anderen Seniorenstiften, muss auch die Hirschhalde aus Doppel- Einzelzimmer machen, so will es das Landesheimgesetz.

Im alten Schwesternhaus werden 27 Einzelzimmer und eine Wohnung entstehen, teilt das Unternehmen Korian über ihre Pressesprecherin mit. Die Bettenanzahl werde dabei aber nicht steigen.

Doppelzimmerquote muss 100 Prozent betragen

Die Einrichtung hat momentan eine Einzelzimmerquote von 70 Prozent, laut Landesheimgesetzt muss sie bei 100 Prozent liegen. Mit dem Umbau komme man der gesetzlichen Regelung nach. Neue Betreuungsbereiche werden nicht entstehen. Und da sich somit die Bettenzahl insgesamt nicht erhöhe benötige man auch kein weiteres Personal. Allerdings: Man freue sich über Initiativbewerbungen.

Der Bauantrag wurde schon vor längerer Zeit gestellt, die Baugenehmigung mittlerweile erteilt. Aktuell befinde man sich in der Ausführungsplanung. Die Münchner Zentrale zeigt sich zuversichtlich, mit den Bauarbeiten Ende 2025 beginnen zu können und rechnet mit einer Umbauzeit von gut zwei Jahren, bis das gerade leerstehende Gebäude wieder bezugsfertig ist und in neuem Glanz erstrahlt.

Scheffelhof schon umgebaut

Bereits umgebaut nach den Vorschriften des Landesheimgesetzes ist der Standort Scheffelhof in der Scheffelstraße, teilt das Unternehmen mit. Angeschlossen an das Unternehmen ist auch ein in Bad Dürrheim ansässiger Pflegedienst. Über diesen werden 110 Klienten betreut, die Nachfrage sei jedoch sehr hoch.

Wechselvolle Geschichte

Die ersten Gebäude der Hirschhalde wurde um 1900 herum gebaut und war eine Postkutschenstation der Route Freiburg-Konstanz. Reisende konnten hier rasten sowie die Tiere versorgen.

1911 ging der damalige Betreiber pleite, 1920 kaufte die Landesversicherungsanstalt Baden den Gebäudekomplex und richtete eine Lungenheilanstalt ein. Ende der 1980er war es eine Zeit lang Übergangswohnheim für Spätaussiedler, ab 1992 gab es größere Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen und ab 1993 wurde der Komplex als Seniorenheim genutzt.