Das Orga-Team im Krankenschwestern-Kostüm hat Diakon Ralf Rötzel verhaftet. Foto: Wahl

Das Forum Älterwerden feiert im Gemeindehaus Fasnet und nimmt so manche Begebenheit aus dem Ort auf die Schippe.

Ein Hoch auf die Bisinger Seniorenfasnet. Das „Forum Älterwerden“ der Kirchengemeinde hatte am letzten Freitag eingeladen und das Gemeindezentrum füllte sich schon vor offiziellem Beginn bis auf den letzten Platz. Das Orga-Team zeigte sich in Krankenschwester Aufmachung und bediente die Besucher sehr gastfreundlich. In Versform hieß Sprecherin Gemma Benintende alle Anwesenden willkommen. Mal keine Zahlen, Daten und Fakten lieferte Bürgermeister Roman Waizenegger in seiner gereimten Büttenrede. Für Jeden gab’s vom Schultes eine köstliche Praline vom Café Röcker. Damit löste dieser sein Versprechen ein, da er in 2023 nur seinen Vertreter „Büschi“ geschickt hatte.

 

Die „3 von der Kirchgass“, nämlich „Emma“ (Gemma Benintende), „Kathre“ (Vroni Steinemer) und „Mariele“ (Ingrid Oertel) landeten mit ihrem Auftritt als Wartende zur Wallfahrt an der Bushaltestelle vor dem Rathaus einen Volltreffer. Die Kirchturmuhren in Bisingen und Steinhofen ticken schon lange nicht mehr richtig, stellten sie fest. Außerdem fragten sie sich, ob in das große Baggerloch beim Maute der ganze Gemeindemüll entsorgt werde, der im Rathaus produziert werde. Vielleicht werde es aber auch den zentralen Bisinger Eingang zur „Zollern U-Bahn“. Dann könnten alle Kirchgänger schnell und sicher nach Hechingen gebracht werden. Entstünde jedoch ein Badesee, könnten die Rathausbediensteten ihre rauchenden Köpfe abkühlen. Sofern die Steinhofenerstraße gerichtet wird, könnte Pfarrer Käfer mit der Monstranz an Fronleichnam stolperfrei nach Steinhofa laufen. Es könnte aber auch sein, dass es nur noch kleine Prozessionen gibt, zur Kirchentür raus und hinten wieder rein. Ein eigenes Papamobil mit Begleitschutz durch Narrabolizei Chris Brunner mit dem umgebauten Trabi wäre für die Geistlichen auch eine Möglichkeit, von Steinhofen nach Bisingen zu kommen.

Auf die derzeitigen Missstände in den Gotteshäusern machten die Drei auch aufmerksam und so ihre Gedanken. Dekan Knaus und Kaplan Käfer bauten sich derzeit ein zweites Standbein auf, und zwar mit der Übernahme der Fecker-Kneipe in Hechingen als Begegnungszentrum für geistigen Austausch.

Über viel Applaus freuten sich auch die weiteren Büttenredner. Dem Programm folgten Schunkel- und Tanzrunden an, wo es noch für alle einen Leberkäs mit Brot gab.