„Café del Mundo“ verzauberten ihr Publikum bei ihrem Gastspiel in der Alten Seminarturnhalle.
Bei dieser musikalischen Zweiklangsmaschinerie am Freitagabend in der Alten Seminarturnhalle blieb so manchem die Spucke weg. Zwei Künstler auf Weltniveau mit ihren Gitarren schlichen sich in gefühlten Sekunden in die Herzen der Zuschauer.
Alexander Kilian, einer der beiden begabten Gitarreros, überzeugte nicht nur klanglich, sondern stimmte den ganzen Abend sein Nagold-Loblied an. Er träume das ganze Jahr von Nagold und seinem Publikum und habe bei seinem Konzert in Granada geträumt, dass Nagolder anwesend seien mit einem großen Transparent, auf dem zu lesen sei: Nagold grüßt. Sein Bandkollege Jan Pascal – auch ganz auf Nagolder Linie – verzierte und ergänzte die Worte auf poetische Weise.
Die Leute waren aus dem Häuschen
Der Freitag war schon einer der ersten Sommertage im Frühling mit viel Sonne und hohen Temperaturen, da passten die zwei Virtuosen mit ihrem Flamenco-Gitarren-Stücken wie bestellt hinein. Die schöne Alte Seminarturnhalle war bis auf den letzten Platz besetzt, da passte kein Blatt mehr dazwischen. Schon nach dem ersten Part und den ersten warmen Worten des charmanten Duos war die Begeisterung des Publikums entflammt. Wie ein roter Faden zog sich die Nagold-Sympathie in den Wortspielen der Musiker durch das Konzert und löste so mache Lachträne bei den Zuhörern aus.
Mit Klassikern des Rocks begeisterte „Café del Mundo“ im zweiten Part. Die Leute waren aus dem Häuschen. Sie standen, klatschten und sangen. AC/DC, Michael Jackson oder Coldplay spielte das Gitarrenduo perfekt im Zweiklang – auf ihre Weise mit Leichtigkeit und Schmunzeln im Gesicht.
Es machte Freude beim Zuschauen und Zuhören der sympathischen, begnadeten Musiker. Und so war es nicht verwunderlich, dass erst nach drei Zugaben das Publikum sie von der Bühne ließ.