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Seewald Fuchsjagd für den Artenschutz?

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Hauptredner Lino Kämmerle und Hegeringleiter Karl-Eugen Schroth (von links) bei der Jahresversammlung. Foto: Stadler Foto: Schwarzwälder Bote

Kreis Freudenstadt. Knapp 40 Personen verfolgten bei der Jahresversammlung des Auerwild-Hegerings in Seewald-Besenfeld die Vorstellung der Projektergebnisse zur Fuchsbejagung. Daneben stand auch die Vereinsvorstellung "Auerhuhn im Schwarzwald" und das Projekt "Lücken für Küken" auf der Tagesordnung.

Hegeringleiter Karl-Eugen Schroth ging auf den Auerwildbestand und die Ergebnisse der Balzplatz-Zählungen ein. Die Balzplätze sind seit 1971 im Kreis Freudenstadt von 110 auf 38 zurückgegangen. Noch im vorigen Jahr zählte man 51 Balzplätze. 2018 sei die Nachwuchssituation gut gewesen. Er hoffe, dass es wieder aufwärts geht. Das Wetter zur Balzzeit sei gut gewesen, während die Niederschläge zur Brutzeit Verluste bedeuten könnten. Gut war hingegen der recht warme Monat Juni. Das Kükensterben könnte durch den vielen Regen im Juli ausgelöst worden sein.

Lino Kämmerle präsentierte die Ergebnisse seines Projekts "Fuchsbejagung für den Artenschutz" im Schwarzwald. In den vergangenen Jahrzehnten sei der Auerhuhnbestand stark rückläufig. Gründe könnten Veränderungen des Klimas und der Lebensräume sein. Bei der Untersuchung der Uni Freiburg ging es um die "Effektivität von Prädatorenkontrollen zugunsten der Population von Rauhfußhühnern". Zu diesen gehören auch die Auerhühner.

Bei der Untersuchung wurden 20 Gebiete in 26 Jagdrevieren im Südschwarzwald betrachtet. Dabei wurden auch Daten aus Kamerafallen ausgewertet. Laut Kämmerle führt eine intensive Fuchsbejagung zwar zu einem Rückgang der Bestandsdichte, diese relativiert sich aber im Herbst wieder.

Kurzlebig und schnell

273 Gelege wurden zur Untersuchung ausgebracht. Nach drei Wochen waren 40 Prozent, sprich 111, gefressen, die restlichen 60 Prozent, also 162, waren noch da. Beobachtungen zeigten, dass 44 Prozent von Füchsen, 38 Prozent von Mardern und der Rest von Krähenvögeln und anderen Tieren gefressen wurden. Kämmerle sprach davon, dass sich durch die Bejagung in der Fläche keine Verhaltensänderung bei den Füchsen zeige. Die Folgen einer räumlich begrenzten Fuchsjagd im Schwarzwald seien kurzlebig und schnell kompensiert, zog Kämmerle ein Fazit.

Danach stellte Jakob Huber von der Forstlichen Versuchsanstalt den Verein "Auerhuhn im Schwarzwald" vor. Der Verein wurde neu gegründet und soll Maßnahmen zur Habitatverbesserung in der Umsetzung begleiten. Dies betrifft insbesondere den Privat- und Kommunalwald.

Matthias Mohaupt, Projektmanagement Auerwildpflege beim Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord, stellte das Programm "Lücken für Küken im Privat- und Kommunalwald" vor, das auf den Weg gebracht wird.

Bei diesem Programm des Landes zur Stärkung der biologischen Vielfalt werden Waldbesitzer bei der Gestaltung von Habitaten für das Auerhuhn finanziell unterstützt.

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