Die Stadt benötigt einen Kredit. (Symbolfoto) Foto: Skolimowska

Der Haushalt 2021 der Stadt Freudenstadt steht. Der Gemeinderat verabschiedete ihn bei acht Enthaltungen in seiner jüngsten Sitzung.

Freudenstadt - Der Haushalt schließt mit einem Defizit von 5,94 Millionen Euro im ordentlichen Ergebnis, so Jochen Kaupp, der Leiter des Amts Finanzen und Beteiligungen. Die Stadt nimmt Kredite in Höhe von 4,8 Millionen Euro auf. Zur Finanzierung von Investitionen steuert sie 4,26 Millionen Euro aus eigenen liquiden Mitteln bei. Vor der Doppik hieß das noch "Griff in die Rücklagen".

Insgesamt investiert die Stadt 12,7 Millionen Euro in Bauvorhaben wie Flurneuordnung, Straßen und Breitbandausbau sowie in die Interimsklassenzimmer und die Sanierung des Keplergymnasiums. An Zuschüssen und Förderungen dafür erwartet die Stadtverwaltung 7,8 Millionen Euro.

Im Ergebnishaushalt stehen Einnahmen in Höhe von 60 Millionen Euro Ausgaben in Höhe von 66 Millionen Euro gegenüber, im Finanzhaushalt sind es 59,7 Millionen Euro Einzahlungen und 63,1 Millionen Euro Auszahlungen.

Erhöhung der Grundsteuer B bringt 550.000 Euro

In die Zahlen ist schon die Erhöhung der Grundsteuer B eingerechnet, die der Gemeinderat in der Sitzung beschlossen hat. 550.000 Euro nimmt die Stadt damit laut Kaupp mehr ein. Mit den Einnahmen und Ausgaben der Stadt sowie ihren Gebühren befasst sich künftig eine Haushaltsstrukturkommission. Dies beschloss der Rat einstimmig. Das Gremium sei "unabdingbar notwendig", sagte Oberbürgermeister Julian Osswald. Die Pandemie habe die Stadt vor eine schwierige finanzielle Lage gestellt.

Kommission soll Ein- und Ausgaben überprüfen

Die Kommission soll aus Osswald, Kaupp, Bürgermeisterin Stephanie Hentschel, Wolfgang Fahrner, dem Leiter des Haupt- und Personalamts sowie je zwei Vertretern der Fraktionen im Rat bestehen. Dabei geht es darum, die Aufgabenstruktur der Stadt zu überprüfen und Möglichkeiten zu finden, Geld einzusparen oder mehr einzunehmen.

Eberhardt Haug, der Fraktionsvorsitzende der SPD, sagte in Anspielung auf die Ministerpräsidentenkonferenz, dass man ja wisse, wohin das Format 16 plus eins führe. Er halte einen Vertreter pro Fraktion für sinnvoller.

Osswald antwortete, dass bei vier Fraktionen acht Personen noch händelbar seien. Wichtig sei, dass es eine gute Rückkopplung der Informationen in die Fraktionen gebe.

Ob es Vertreter für die Entsandten brauche, fragte Bärbel Altendorf-Jehle. Die Fraktionen sollten einfach Mitglieder entsenden, antwortete ihr Osswald.

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