Der Schwenninger Topscorer spielt seine beste DEL-Saison. Er traut seiner Mannschaft in Richtung Play-offs sehr viel zu: „Klar ist aber, dass es für uns nun absolut passen muss.“
Gleich nach dem 4:1-Heimsieg am Sonntag gegen Köln hat sich Wild-Wings-Topscorer Alex Karachun (43 Spiele/18 Tore/17 Assists) mit seiner Frau aufgemacht nach Ischgl. Zusammen mit einigen Mannschaftskollegen möchte der 28-Jährige bis Donnerstag ausspannen, wichtige Energie vor dem Schlussspurt in der DEL-Hauptrunde tanken.
Schwenningens Nummer 47, der noch einen Vertrag für die nächste Saison hat, erzählt uns nicht nur, was er im österreichischen Skiort unternimmt, sondern was in den kommenden knapp vier Wochen wichtig für die Wild Wings ist, um die direkte Qualifikation für das Play-off-Viertelfinale zu erreichen.
Alex Karachun, die Wild Wings reiten in der DEL-Hauptrunde auf einer Erfolgswelle. Die starke Leistung gegen Köln ist frisch im Gedächtnis. Kommt so eine Spielpause jetzt gelegen, oder kann diese dem erfolgreichen Schwenninger Rhythmus vielleicht auch schaden?
Ich sehe eher Vorteile in so einer kurzen Pause. Wir können kräftemäßig etwas auftanken, und die Köpfe werden frei. Ich finde generell solche Auszeiten während einer langen Saison wichtig. Wir bekommen wieder einen neuen Blick auf unsere Leistungen. Wir können den Reset-Knopf drücken.
Hoffentlich passiert nichts an Verletzungen jetzt beim Skifahren in Ischgl.
(lacht). Nein, wir werden nur wenig Skifahren. Wenn, dann auf Kinderniveau (lacht erneut). Es geht viel mehr ums Ausspannen in einer tollen Umgebung. Schön, dass einige aus der Mannschaft mitgekommen sind. Ich sehe das als gutes Teambuilding an.
Am Freitag ist wieder Training, am Dienstag geht es mit dem achtletzten Spiel der Hauptrunde daheim gegen die Eisbären weiter. Sie haben sich mit der Mannschaft auf dem fünften Platz eine ausgezeichnete Ausgangsposition für eine mögliche direkte Qualifikation für das Play-off-Viertelfinale erarbeitet. Auf was alles wird es jetzt ankommen?
Klar ist, dass für uns diese Schlussphase der Hauptrunde absolut passen muss. Wir dürfen nicht unseren bisherigen Weg verlassen. Dieser Sieg gegen Köln, auch die Art und Weise, wie wir diesen geholt haben, hat uns weiteres Selbstvertrauen gegeben. Wir sind mit einem positiven Gefühl in diese Pause gegangen. Das war wichtig.
Was ist konkret für die Wild Wings in dieser Hauptrunde noch möglich?
Wir können nach dem letzten Hauptrundenspiel unter den besten sechs Teams stehen. Das ist jetzt unser Anspruch. So legen wir uns die Messlatte auf. Den vierten Platz mit dem ersten Heimrecht zu erreichen, wäre natürlich großartig.
Sie spielen Ihre bisher beste DEL-Saison, führen intern die Scorerliste bei den Wild Wings an. Bis auf eine Partie waren Sie bisher immer dabei. Was sind die Gründe für Ihre starke Runde?
Vielen Dank für das Kompliment. Eine große Voraussetzung ist dafür, dass es in der Mannschaft läuft. Dazu passt es hervorragend mit dem Trainer. Ich fühle mich topfit, weil ich generell – nicht nur in der Sommerphase – im Training noch zugelegt habe. Außerdem kommt natürlich die wachsende Erfahrung dazu. Ich freue mich sehr, dass sich in dieser Saison endlich meine Prognose bewahrheitet, dass hier in Schwenningen einiges möglich ist.
Sie spielen konstant mit Kyle Platzer und Zach Senyshyn in einer Angriffsreihe. Was schätzen Sie an den beiden?
Bei der Einstellung liegen wir drei auf einer Wellenlänge. Auf dem Eis bringt jeder von uns seine Stärken ein. Jeder weiß, was der andere im Spiel denkt und gleich machen will. Steve Walker hat uns viel Vertrauen geschenkt.