Dank seines neuen Haustiers hat Michael Jentsch die Liebe zur Fotografie entdeckt. Foto: Jentsch

Auf den Hund gekommen: Dank Haustier entdeckt 29-jähriger Badener sein neues Hobby.

Michael Jentsch hat während der Corona-Pandemie im Schwarzwald seine Liebe zur Fotografie entdeckt. Jeden freien Tag verbringt er inzwischen mit der Kamera in der Natur - und bekommt dafür viel Komplimente in den sozialen Netzwerken.

Region - Mal eine verschneite Brücke, ein Wasserfall oder ein Ausblick über den Schwarzwald - das ist nur ein kleiner Teil der Motive, die der 29-jährige gebürtige Badener mit seiner Canon-Kamera festhält. Man könnte meinen, dass Jentsch schon seit Jahren in der Fotografie tätig ist. Doch dem ist nicht so: Im Gespräch mit schwarzwaelder-bote.de berichtet er, dass er bis vor wenigen Monaten nur selten mal einen Schnappschuss gemacht hat. Doch wie kam er genau jetzt darauf, sich eine Kamera zu kaufen und mit Bildern aus dem Schwarzwald durchzustarten?

Bilder in den sozialen Netzwerken veröffentlicht

Alles begann vor etwa fünf Monaten: "Meine Partnerin und ich haben uns einen Hund gekauft", erklärt Jentsch. Seitdem sei er öfter draußen unterwegs gewesen und habe dabei das ein oder andere Bild mit dem Handy geschossen, bis er von seiner Frau eine Kamera zu Weihnachten bekam. Seitdem sei er "in jeder freien Minute" unterwegs, um die besten Motive zu jagen.

Die Bilder veröffentliche Jentsch bislang lediglich über soziale Netzwerke - in verschiedenen Facebook-Gruppen und auf Instagram. Dafür bekam er viel Komplimente.

Was der Badener am Schwarzwald liebt

Und wo fotografiert er am liebsten? Im Schwarzwald. Der besondere Reiz sei für ihn vor allem jetzt im Winter der Schnee, der die Region in ein magisches Winterwunderland verwandele. Seine Lieblingsmotive seien dabei Aussichtspunkte, Wälder oder auch Täler. Dem Zufall überlässt der Hobbyfotograf jedoch nichts: "Ich plane vorher genau, wo es hingehen soll." Wenn dann jedoch die Aussicht schlecht sei oder das Motiv weniger spektakulär als erwartet, erkunde er ganz spontan die Umgebung. Er sei erst in dieser Woche auf dem Schauinsland gewesen - doch aufgrund des Nebels ging es dann von dort eben in die Ravennaschlucht.

Hat er sein Wunschmotiv gefunden, geht es an's Fotografieren. Doch was macht ein gutes Bild aus? "Es muss mich unbearbeitet schon total ansprechen!" Dabei entscheide er ganz spontan: "Wenn ich das Bild gemacht habe, sehe ich einfach, ob es mir gefällt oder nicht." Er achte besonders auf die Belichtung - ist das Bild vielleicht etwas zu dunkel oder gibt es unschöne Schatten? Und auf den Gesamteindruck, das Flair des Bildes. So würden nach einer Tour mit unzähligen Aufnahmen maximal 20 gute Bilder übrig bleiben.

In der Fotografie findet der 29-Jährige, der hauptberuflich im Pflegesektor arbeitet, einen Ausgleich zum Berufsalltag. In puncto Arbeitszeiten blickt er zum Teil sehnsüchtig auf andere Berufe. Etwa als am letzten Wochenende bei Sonnenschein hunderte Menschen draußen unterwegs waren, da musste Jentsch arbeiten - und die Kamera somit eingepackt bleiben.

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