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Schwarzwald-Baar-Kreis Coronavirus: 61 Abweisungen in der Corona-Ambulanz

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Schwarzwald-Baar-Kreis - Während die Corona-Ambulanz auf dem Messegelände in VS weiterhin gut besucht ist, müssen derweil die Tafelläden im Kreisgebiet schließen.

Auch am Dienstag war die Corona-Krise kreisweit das beherrschende Thema.

Corona-Ambulanz

Die auf dem Messegelände in Villingen-Schwenningen aufgebaute Corona-Ambulanz mit der zentralen Abstrichstelle ist mittlerweile in Hand der Kassenärztlichen Vereinigung, wie das Landratsamt Schwarzwald-Baar in einer Mitteilung erklärt. Die Corona-Ambulanz ist ausgeschildert, die Zufahrt erfolgt auf dem Messegelände über Tor 4. Die Öffnungszeiten der Ambulanz sind von Montag bis Donnerstag von 13 bis 17 Uhr und am Freitag von 12 bis 16 Uhr.

In dieser Jahreszeit leiden viele Menschen an Erkältungsbeschwerden. Nur bei den wenigsten besteht, wie das Landratsamt betont, der Verdacht auf eine Infektion mit dem neuen Coronavirus. Deswegen werden Abstriche in der Corona-Ambulanz nur dann vorgenommen, wenn zuvor eine – möglicherweise auch telefonische – Abklärung beim Hausarzt erfolgte und eine Überweisung des Hausarztes in die Corona-Ambulanz vorliegt. Abstriche werden nur in Einzelfällen in Arztpraxen durchgeführt.

Newsblog zur Ausbreitung des Coronavirus in der Region

Wenn sich Personen unsicher sind, ob sie eine Corona-Infektion haben könnten, sollten sie sich telefonisch an ihren Hausarzt wenden. Dieser stellt nach den Richtlinien des Robert-Koch-Instituts fest, ob es sich um einen definierten Verdachtsfall handelt. Die Überweisung erhalten Patienten von ihrem Hausarzt ohne persönlichen Kontakt. Die Regelungen hierzu treffen die Hausärzte selbst und teilen die Vorgehensweise den Patienten mit.

Derweil berichtet die Kassenärztliche Vereinigung, dass sich beispielsweise am Montag 150 Patienten in der Abstrichstelle befanden. "Davon wurde an 61 Patienten kein Abstrich vorgenommen, weil die Kriterien dafür nicht vorlagen", so der dortige Pressesprecher Kai Sonntag auf Anfrage unserer Zeitung.

Im Dienst seien am Montag vier Ärzte und drei medizinische Fachangestellte gewesen, vorgesehen seien ansonsten zwei Ärzte und drei medizinische Fachangestellte.

Tafel schließt

Derweil sieht sich die Tafel Villingen-Schwenningen aufgrund der weiteren Ausbreitung des Coronavirus gezwungen, ab sofort alle ihre Ausgabestellen im Schwarzwald-Baar-Kreis bis mindestens 20. April zu schließen.

Betroffen von der zeitweisen Schließung sind nach eigenen Angaben somit die Tafelläden in Schwenningen, Villingen, St. Georgen, Donaueschingen und Triberg. Bei der Schließung handele es sich um eine präventive Maßnahme im Rahmen der Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus.

Sie diene, so wird in einer Mitteilung verlautet, dem Schutz der Kunden sowie der ehrenamtlichen Mitarbeiter der Tafel Villingen-Schwenningen, die zu einem hohen Prozentsatz zu den Risikogruppen einer Corona-Infektion zählen. Über die weiteren Entwicklungen wird auf der Homepage informiert: www.mach-mit-vs.de.

Sozialamt erreichbar

Aufgrund der aktuellen Lage informiert das Sozialamt des Landratsamtes Schwarzwald-Baar darüber, dass folgende Anträge formlos in den Hausbriefkasten der Dienststelle eingeworfen oder per E-Mail gestellt werden können: Anträge auf Leistungen der Sozialhilfe, Grundsicherung, Hilfe zur Pflege, Eingliederungshilfe, BAföG, Wohngeld, Schwerbehindertenausweis, Leistungen der Betreuungsbehörde oder weitere notwendige Leistungen. Antragsformulare können auch postalisch zugesandt werden.

Alle persönlichen Gesprächstermine, die nicht absolut notwendig sind, entfallen laut Mitteilung des Landratsamtes. Die Anliegen können über den zuständigen Sachbearbeiter telefonisch oder per E-Mail geklärt werden. Nur wenn ein Termin unbedingt notwendig ist, sollten Kunden mit ihrem Sachbearbeiter telefonisch einen Termin vereinbaren. Wenn jetzt Termine entfallen oder ein persönlicher Kontakt nicht möglich ist, entstehen für Kunden keine finanziellen Nachteile, wie das Amt betont.

Die Versorgung aller Menschen, die auf die Geldleistungen des Sozialamtes angewiesen sind, sei sichergestellt. Barauszahlungen finden an den festgelegten Terminen statt. Hierfür erhalten die Kunden ein persönliches Anschreiben, aus dem das weitere Verfahren ersichtlich ist.

Beratung bei Wifög

Die Wirtschaftsförderung Schwarzwald-Baar-Heuberg betont, dass sich Unternehmen und Fachkräfte angesichts der derzeitigen Krise beraten lassen können. "Müssen Arbeitgeber zahlen, wenn Angestellte wegen Schulschließung zuhause bleiben? Welche Unterstützung gibt es bei Kurzarbeit, Krediten und anderem? Kann ich den Arbeitnehmer zu Homeoffice verpflichten? Wer trägt Kosten bei abgesagten Veranstaltungen? Dürfen meine Lkw-Fahrer noch aus Italien einreisen?" Fragen über Fragen müssen die Betriebe gerade klären.

In der neuen Lage wegen Corona bietet die regionale Wirtschaftsförderung kostenfreie Orientierung an. "Wir möchten, dass Firmen und Arbeitgeber sich in der aktuellen Lage schnell informieren und mit den richtigen Stellen ihre Fragen abklären können. Da die Lage – auch rechtlich – aktuell sehr dynamisch ist, sind unsere Informationen ohne Gewähr. Wir raten immer dazu, Einzelfälle mit den zuständigen Behörden abzuklären", wird Geschäftsführerin Henriette Stanley in einer Mitteilung zitiert.

Bis Ende März hat die regionale Wirtschaftsförderung außerdem alle Veranstaltungen – auch des Welcome Centers – abgesagt. "Weiteres entscheiden wir kurzfristig mit Blick auf die aktuelle Lage", so die Geschäftsführerin. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite unter www.wifoeg-sbh.de.

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