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Schwarzwald-Baar-Kreis Beste Kritiken für Hermann Gramlich

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Das Autogrammbild von Hermann Gramlich. Archiv: Eich Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Michael Eich

Heute vor genau 70 Jahren, am 7. Februar 1942, fiel der einzige A-Nationalspieler des FC Villingen, Hermann Gramlich, im Zweiten Weltkrieg in der damaligen Sowjetunion. Der talentierte Fußballer absolvierte drei Länderspiele für Deutschland. Geboren wurde er am 24. April 1913 in Villingen und spielte bereits als Schüler beim FC 08.

In die Lehre ging er bei Schlosser Schleicher im Kaiserring. Schnell wurde man auf das große Talent des stämmigen Fußballers aufmerksam. Bereits als 17-Jähriger spielte "Wu", wie man ihn wegen seines bei Eckbällen und Freistößen ausgestoßenen kurzen Lautes nannte, ab 1930 in der ersten 08-Garnitur. Als kampfstarker linker Verteidiger erkämpfte er sich rasch einen Stammplatz. An seinem Arbeitsplatz bei der Reichsbahn klappte es nicht mit den Freistellungen für Auswahlspiele. So erhielt er eine Stelle im städtischen Gaswerk. Seine hervorragenden Leistungen als Fußballer wurden ebenfalls an höherer Stelle bekannt. Gramlich wurde zu einem Lehrgang für Nationalspieler im August 1935 in Duisburg eingeladen, bei dem er sich bei Bundessportlehrer Sepp Herberger, dem späteren DFB-Nationaltrainer, zu melden hatte. Der Villinger überzeugte und es folgte die Nominierung zum Länderspiel am 18. August 1935 in Luxemburg, das die Deutschen mit 1:0 gewannen. Der Villinger debütierte dabei erfolgreich. Die "Deutsche Sportillustrierte" schrieb damals: "In dem stämmigen, blonden, schnellen, elanvoll dazwischen funkenden Gramlich lernte man einen Verteidiger kennen, der eine in der deutschen A-Mannschaft noch klaffende Lücke auszufüllen vermag. Er war mit dem Saarbrücker Gold der beste Mann der deutschen Vertretung."

Beim acht Tage später in Erfurt stattfindenden Länderspiel gegen Rumänien (4:2) erntete Gramlich erneut beste Kritiken. Als er auch am 15. September 1935 in Breslau gegen Polen (1:0) auflief, war der vorläufige Höhepunkt der Karriere des 22-Jährigen erreicht. In der später berühmt gewordenen "Breslauer Elf" spielte er an diesem Tage neben so bekannten Akteuren wie Goldbrunner, Lehner, Conen und Siffling, die von Vereinen wie Alemannia Aachen, Borussia Dortmund, Bayern München oder Hannover 96 stammten.

Beim Länderspiel am 15. März 1936 in Ungarn erlebte Gramlich die 2:3-Niederlage allerdings nur noch von der Ersatzbank aus. "Reichstrainer" Otto Nerz nominierte ihn danach aus unerfindlichen Gründen nie mehr für die Nationalmannschaft. Dafür spielte er noch häufig in den Auswahlmannschaften Badens, Südbadens und sogar Süddeutschlands mit und stieg mit dem FC 08 1939 in die Gauliga, der damals höchsten deutschen Spielklasse, auf. Seine Einberufung zum Militär führte ihn schließlich als Gastspieler zu Borussia Fulda. In der Saison 1940/41 errang er mit den Hessen die Meisterschaft in der Gauliga Gramlich war dabei, als Fulda in der Endrunde der Deutschen Meisterschaft gegen Schalke 04 und Hannover 96 antrat. Nur ein Jahr später ließ er sein Leben in der damaligen Sowjetunion.

 
 

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