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Schramberger Tattoo-Studio Soloselbstständiger klagt gegen Schließung

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Timo Schröder wehrt sich gegen die derzeitigen Beschränkungen. Foto: Fritsche

Zu von den beiden Lockdowns der Corona-Pandemie besonders gebeutelten Kleingewerbetreibenden gehört Timo Schröder mit seinem Tattoo-Studio "Colorchaos" am Hammergraben.

Schramberg - "Es ist schade, dass vor allem von den Problemen der Gastronomie, der Fitnessstudios oder Vereine geredet wird und nicht auch von den Soloselbständigen", klagt Schröder. Tattoo-, Nagel- ,reine Kosmetik- oder Entspannungsmassage-Studios zum Beispiel seien genauso betroffen. "Auch von den Problemen der Veranstaltungsbranche, ob Messebauer oder Künstler, hört man praktisch nichts in den lokalen Medien", kritisiert er.

Klage gegen Zwangsschließung eingereicht

Zusammen mit fünf weiteren Tattoo-Studios in Baden-Württemberg hat er am 3. November Klage gegen die Zwangsschließung beim Verwaltungsgerichtshof in Mannheim eingereicht. Diesmal arbeitete das Gericht schnell: Schon am 10. November habe es die Klage abgewiesen. Schröder ärgert sich auch, dass das Verwaltungsgericht den Streitwert (und damit die Gerichtskosten) auf 15.000 Euro pro Antragsteller so hoch gesetzt hatte. Bei ähnlichen Klagen in anderen Bundesländern hätten die Gerichte den Streitwert nur auf 5000 oder 7500 Euro pro Antragsteller beziffert.

Beim ersten Lockdown im Frühjahr - er hatte sein Geschäft ab Mitte März geschlossen - bekam er zwar Ende April Mittel aus der Soforthilfe für Selbständige. Wegen dem "Hin und Hers, was man überhaupt damit bezahlen darf an Betriebskosten oder Löhnen" habe er aber, um nichts falsch zu machen, die Mittel wieder an das Finanzamt zurücküberwiesen und von Reserven gelebt.

"Gleiche Entwicklung wie beim ersten Lockdown"

Jetzt, beim zweiten Lockdown, laufe es wieder so ähnlich: Die für November vom Staat zur Verfügung gestellten Mittel könne er erst am heutigen 25. November beantragen und auch dann erst wäre das genaue Verfahren klar.

"Und wann das erste Geld fließt und wie es im Dezember weitergeht, ist noch offen. Für mich zeichnet sich die gleiche Entwicklung wie beim ersten Lockdown ab", stellt Schröder fest. Was ihm diesmal besonders zu schaffen macht: Von Mitte Mai bis Ende Oktober habe er arbeiten und wieder Geld verdienen können. Da habe er im Sommer voller Optimismus angefangen, einiges im Haus zu renovieren, und jetzt habe er wieder "ein Arbeitsverbot", um die Mittel zur Finanzierung zu erwirtschaften. Zum Glück komme, weil der Hersteller wegen Corona auch nicht liefern könne, die bestellte und angezahlte Küche erst im Frühjahr und müsse auch dann erst bezahlt werden.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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