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Schramberg Zuschauer sorgen bei Open-Air-Fahrradkino selbst für Strom

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Foto: Museum

Schramberg - In Schramberg gibt es in diesem Jahr zwei Jubiläen. Aus diesem Grund haben sich die Stadtwerke und das Museum zusammengetan und bieten ein Open-Air-Fahrradkino auf dem Museumsgelände im Gewerbepark H.A.U. an – unter Einhaltung der aktuellen Abstands- und Hygienevorschriften.

Vor exakt 20 Jahren haben die Stadtwerke die Stromversorgung in Schramberg übernommen und mit dem "Schramberger StadtStrom" ein neues Kapitel ihrer Unternehmensgeschichte aufgeschlagen. Und vor genau zehn Jahren öffneten sich zum ersten Mal die Tore ins Auto- und Uhrenmuseum ErfinderZeiten, heißt es in der Mitteilung des Museums. "Wie kaum ein anderes Museum in Deutschland dokumentiert das Haus über fünf Stockwerke die Volksmotorisierung, den Alltag und den Pioniergeist des ›kleinen Mannes‹ vom Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die Wirtschaftswunderzeit", heißt es weiter. Seit der Eröffnung im Jahr 2010 haben Tausende von Menschen den Weg ins Museum gefunden und das Konzept des Museums gelobt.

Eigentlich wurden von der Museumsleitung alle Veranstaltungen in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt. "Im Jubiläumsjahr jedoch gar nichts zu machen, fühlt sich einfach nicht gut an", meint die Museumsleitung rund um Harald Burger. Aus diesem Grund haben sich die Stadtwerke und das Museum zusammengetan und laden für Freitag, 25. September, und Samstag, 26. September, gemeinsam zu einem Open-Air-Fahrradkino auf das Museumsgelände in den Gewerbepark H.A.U. ein. Die Veranstaltung findet unter strenger Einhaltung der aktuellen Abstands- und Hygienevorschriften statt. Bei schlechtem Wetter wird ins Museum ausgewichen.

Themen Klimaschutz und Mobilität werden so in den Fokus gerückt

Autokinos kennt mittlerweile jeder, aber ein Fahrradkino – was ist das? Der Clou ist, zehn Zuschauer sorgen per Wadenkraft für Strom (während des Films kann gewechselt werden), der Rest kann sich zurücklehnen und die Filme genießen. Selbstverständlich können die Radler angefeuert werden, wenn das Bild oder der Ton zu schwächeln beginnt.

Gemeinsam mit der Abteilung Tourismus, dem Subiaco-Kino, dem Radbeauftragten der Stadt und dem Verein Solare Zukunft, der vom Bundesumweltministerium im Rahmen der Klimaschutzinitiative gefördert wird, thematisieren die Veranstalter auf unterhaltsame Weise Klimaschutz und Mobilität. Das Fahrradkino zeigt, was es bedeutet, wenn die Energie nicht aus der Steckdose kommt, sondern mit Muskelkraft erzeugt wird und dabei trotzdem wunderbare Filmabende entstehen können.

Folgende Filme werden bei dieser Veranstaltung gezeigt: Am Freitag, 25. September, steht "Knives Out – Mord ist Familiensache" auf dem Programm. Dieser Film ist trotz des altbewährten Rezeptes ein absolutes Kino-Highlight. Zu diesem Film hat sich die Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr angekündigt. Gemeinsam mit Gemeinderäten wird sie sich an diesem Abend mächtig ins Zeug legen und kräftig für ihre Bürger strampeln.

Am Samstag, 26. September, wird der Film "Lindenberg! Mach dein Ding" ausgestrahlt. Der deutsche Spielfilm zeigt die Kindheit, die Jugend und den Beginn der Musikkarriere von Udo Lindenberg. Die Filme starten bei Einbruch der Dämmerung um circa 20 Uhr.

Aufgrund der Hygiene- und Abstandsbestimmungen dürfen die Veranstalter nur eine begrenzte Anzahl von Besuchern auf das Gelände oder ins Museum lassen. Die Veranstalter hoffen auf viele Anmeldungen, wenn möglich, gleich als Gruppe (bis zu zehn Personen kann man zusammensitzen), das vereinfacht das Planen der reservierten Plätze.

Der Eintritt zu den Filmen beträgt acht Euro. Wer mitradelt, hat freien Eintritt. Auch hier ist eine Anmeldung notwendig, außerdem muss ein Fahrrad mitgebracht werden. Es gibt keinen Vorverkauf, Karten- und Sitzplatzreservierungen sind nur unter der Nummer 07422/2 93 00 möglich. Restkarten zu den Veranstaltungen sind an der Abendkasse erhältlich. Da es kühl werden kann, empfehlen die Veranstalter, warme Kleidung anzuziehen beziehungsweise warme Decken mitzubringen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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