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Schramberg Zum Abschied ein eigener Saal

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Peter Flaig und Matthias Krause (von links) überreichen dem verdienten Musiker einen Bildband. Foto: Kiolbassa Foto: Schwarzwälder Bote

Schramberg (lar). Eine Musikerlegende geht in den Ruhestand: Nach jahrzehntelangem gemeinsamen Musizieren verabschiedete sich Tenorhornist Hermann Kimmich von seinen Musiker-Kollegen in der Stadtmusik Schramberg beim Weihnachtskonzert im Bärensaal. Mit Standing Ovations dankte ihm der gesamte Saal für sein langjähriges Engagement.

Über ein halbes Jahrhundert, genau 67 Jahre lang, war Kimmich im Orchester aktiv. Bereits im Jahr 1952 trat er mit 14 Jahren in die Stadtmusik ein. Sein größter Verdienst war gewiss seine Unterstützung als Jugendleiter bei der Gründung des Jugendblasorchester im Jahr 1962. Einige Jahre lang war er als Ausschussmitglied tätig. Seit 1977 ist er Ehrenmitglied und von 2000 bis 2012 leitete er das Blechbläserquintett, in dem er bis zuletzt mitwirkte.

Doch das Tenorhorn war nicht seine einzige musikalische Begabung. Lange Zeit war Kimmich Vize-Dirigent der Stadtmusik sowie von 1969 bis 1973 Dirigent beim MV Winzeln und von 1973 bis 1990 beim MV Sulgen. "Wir sind sehr stolz, dich so lange dabei gehabt zu haben", betonte Vorsitzender Peter Flaig. Denn nicht nur in musikalischer Hinsicht werden seine Orchester-Kollegen den beliebten Musiker vermissen, Kimmich hatte auch immer einen heiteren Spruch auf den Lippen. Mit einem selbstgestalteten Abschiedsbuch voller persönlicher Grußworte und Erinnerungen sowie einem Reisegutschein und einem kleinen Weinpräsent für ihn und seine Frau Irmgard bedankten sich seine Orchesterkollegen für seine heitere, fröhliche Art während den Proben, bei Ausflügen und Auftritten.

Seit vielen Jahren lieh sich Kimmich sein Tenorhorn von der Stadtmusik aus. Damit er auch im Orchesterruhestand das ein oder andere Mal spielen kann, durfte er das Instrument zum Ende des Konzertes als "sein" Tenorhorn mit nach Hause nehmen. Ein weiteres Geschenk war nichts zum Anfassen, viel mehr eine große Auszeichnung für den langjährigen Musiker. Ihm zu Ehren wird der "obere Raum" im Probelokal der Stadtmusik in der H.A.U. in "Hermann-Kimmich-Saal" umbenannt. Für seine Frau Irmgard gab es einen Blumenstrauß und darüber hinaus dankende Worte ihres Mannes für die vielen Freitagabende, an denen sie ihn habe "in die Probe gehen lassen". "Ich bin auch immer wieder zurückgekommen", betonte Herrmann Kimmich und brachte mit dieser Aussage den ganzen Saal zum Lachen.

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