Große Neugierde wecken die neuen Kalender "Fischerwelten 2011" sowohl bei Schülern als auch bei den Rektoren Gerhard Nöhre, Hansjörg Langendorf und Tanja Witkowski (von rechts). Links: Angelsportvereinsvorsitzender Adolf Gaugel. Foto: Herzog Foto: Schwarzwälder-Bote

Angelsportverein mit neuen Kalendern

Von Lothar Herzog Schramberg-Sulgen. Rechtzeitig vor dem in 36 Tagen stattfindenden Jahreswechsel sind die Schulen der Gesamtstadt Schramberg mit neuen Kalendern ausgestattet worden.

Dabei handelt es sich inhaltlich keinesfalls um leicht bekleidete Damen wie im für Schlagzeilen sorgenden Bauernkalender, sondern um Fische. Bereits im vergangenen Jahr erhielten die Schulen vom Angelsportverein Schramberg solche Exemplare als ideale Ergänzung zum Schulunterricht und dies hinterließ bei den Schülern einen bleibenden Eindruck.

So war es für den ASV keine Frage, auch in diesem Jahr die Schulen mit der neuesten Ausgabe von "Fischerwelten 2011" zu erfreuen, die der Vorsitzende Adolf Gaugel kürzlich in der Grund- und Werkrealschule Sulgen (GWRS) den Rektoren persönlich überreichte.

"Auch die Grundschule in Hardt und Lauterbach haben welche bekommen. Sie haben speziell bei uns im Verein angefragt", verriet Gaugel das große Interesse und sieht seinen Verein darin bestätigt, dass die Aktion in Verbindung mit dem Projekt des Verbandes für Fischerei und Gewässerschutz in Baden-Württemberg, "Fischer machen Schule", ein Volltreffer ist.

Wie Gaugel aus Informationsquellen des Fischereiverbandes wusste, basiere die Anregung zu diesem Projekt aus dem Lehrplan der Klassenstufen vier bis fünf, der die Einführung in den Lebensraum Wasser vorsehe.

Die Initiative "Fischer machen Schule", eine Kooperation zwischen Fischereiverband, örtlichen Fischereivereinen und Schulen, wolle das Bewusstsein von Kindern für Gewässer und den darin lebenden Tieren nachhaltig entwickeln und stärken.

Im Rahmen eines breit gefächerten gewässerpädagogischen Konzeptes hätten Schulen die Möglichkeit, Flüsse, Bäche und Seen als Lern- und Erlebnisraum kennen zu lernen und wieder zu entdecken und da könnten die Fischkalender wertvolle Hilfe leisten. Besonderheiten, Erkennungsmerkmale, Vorkommen, Verbreitungsgebiet und Nahrung von Fischen sei darin anschaulich beschrieben und erklärt, so Gaugel, der den Schulleitern anbot, nach vorheriger Absprache mit einzelnen Schulklassen in den Monaten Mai bis Juli die Bachsolen von Gewässern zu untersuchen und den Schülern zu erklären, wie die einzelnen Fischnährtiere aussehen und wie sie heißen. Wasser sei das höchste Gut des Menschen. Viele giftige Gase könne man riechen, aber eben nicht alle. Wenn jedoch Fische im Gewässer verenden, dann sei das ein sichereres Zeichen von vergiftetem Wasser und dann könne entsprechend gehandelt werden, erklärte Gaugel den neugierigen Schülern. Im Namen des gesamten Lehrerkollegiums bedankte sich der neue Schulleiter der GWRS Sulgen, Gerhard Nöhre, bei Adolf Gaugel.

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