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Schramberg Weiterer Glanzpunkt im Jubiläumsjahr

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Die Rottweiler Münstersängerknaben berühren mit stimmungsvollen Chören ihre Zuhörer in Sulgen. Foto: Anton Foto: Schwarzwälder-Bote

Der Oktober steht bei der katholischen Kirchengemeinde St. Laurentius Sulgen als Festmonat ganz im Zeichen des Jubiläums "50 Jahre Pfarrkirche St. Laurentius". Ein Glanzpunkt: Das Konzert der Rottweiler Münstersängerknaben.

Schramberg-Sulgen. Unter Leitung von Philipp Klahm präsentierten sie geistliche Chor- und Orgelwerke aus Renaissance, Barock, Romantik und Moderne. Pfarrer Eberhard Eisele begrüßte dazu viele Zuhörer aus der ganzen Raumschaft. Der einschiffige Kirchenraum mache die Kirche auch zu einem guten Konzertraum. Mit Stolz wies er auch auf die 2010 eingeweihte neue Rensch-Orgel hin, die von Organist Peter Strasser gekonnt gespielt wurde. Der besondere Gruß des Geistlichen galt ihm sowie dem Konzertchor und Männerchor der Münstersängerknaben.

Unter dem Titel "Fürchte dich nicht" brachten die rund 30 Sänger eine erlesene Auswahl herrlicher A-cappella-Chöre zu Gehör, die höchste Maßstäben an Tonreinheit erfüllten. Nach ihrem feierlichen Einzug präsentierten sich die beiden Chöre, der Knabenchor vorne, der Männerchor dahinter, auf den Stufen des Chorraums. Schon der erste Gesang "Preis und Anbetung sei unserm Gott" von Christian Heinrich Rinck ließ mit seiner transparenten Strukturierung erahnen, welche intensive Vorbereitung zu leisten gewesen war, um eine derartige Perfektion an Dynamik und Ausdruck zu erreichen. Im Kirchenraum war jede Silbe zu hören. Beim Titellied "Fürchte dich nicht" von Wenzel Gährich nach einem Text aus Jesaja bildeten Bässe und Tenöre das harmonische Fundament, das die Knaben mit ihren glockenhellen Sopranstimmen mit Glanz übergossen.

"Fürchte dich nicht" erklingt nochmal als Zugabe

Wie bei Johann Sebastian Bach war auch bei den Chören von Felix Mendelssohn-Bartholdy die Ausdeutung des Wortes durch die Musik im Vordergrund. So wurde die biblische Botschaft aus dem Oratorium Elias von den Zuhörern mit großer innerer Bewegtheit aufgenommen.

Mit glasklarer Tongebung eröffneten die Soprane den Chor "Jubilate Deo" von Orlando di Lasso. Die weiteren Stimmen folgten mit imitatorischen Einsätzen, so dass ein herrlicher Zusammenklang entstand. Mit "Panis angelicus" offerierten die Sänger einen sakralen Chor, der die Erhabenheit des eucharistischen Brotes auch musikalisch zur Geltung brachte.

M it vier sehr anspruchsvollen Chören stellte sich der Männerchor solo vor. Schon im Hinblick auf den Totenmonat November erwiesen sie mit dem behutsam interpretierten Chor "Beati mortui" von Mendelssohn-Bartholdy ihre Ehrfurcht den Verstorbenen gegenüber. Das triumphale "Alleluja" erinnerte an die Lobgesänge der Ostkirche. Getragen und mit großer Andacht erklang das "Sanctus" aus der Feder des romantischen schwäbischen Komponisten Friedrich Silcher.

Mit dem modernen Orgelstück "Processional" von William Mathias zauberte Organist Peter Strasser Lebensfreude in die Kirche. Mit Special Effects wie gestoßenen Akkorden, verschwimmenden Klängen, chromatischen Schritten und hauchzartem fernem Registerklang lotete er immer neue Klangmöglichkeiten der Rensch-Orgel aus. Das Finale erfolgten im Jubelklang.

Der letzte Konzertteil, wieder mit dem gesamten Konzertchor, war klassischen Chören aus Barock, Romantik und Moderne vorbehalten. Ein besonderer Hörgenuss war das "Vater unser" aus der Feder von Rihards Dubra. Die Melodik war stark an den Inhalt angelehnt. So erschien die Passage "Erlöse uns von dem Bösen" in verführerisch süßen Tönen, während beim Schlusssatz "Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit" majestätische Pracht entfaltet wurde.

Mit ihrem brillanten Gesang führten die leuchtenden Knaben- und sonoren Männerstimmen auch den romantischen Chor "Locus iste" von Anton Bruckner zu einem schönen Höhepunkt, ehe zum Abschluss des denkwürdigen Konzerts der Schütz-Chor "Also hat Gott die Welt geliebt" erklang.

Namens der Kirchengemeinde sprach nach lang anhaltendem Applaus Monika Doedt vom Pfarrgemeinderat das Dankeswort. Die Sänger bedankten sich ihrerseits mit der Zugabe "Fürchte dich nicht".

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