Die Band im Erker mit Reinhold Hettich, Arno Haas, Daniel Schay, Matthias Bergmann und Jörg Enz. Foto: Ziechaus Foto: Schwarzwälder-Bote

Kultur: "83. Hammond Jazz Night" im tollen Ambiente der Villa Junghans

Schramberg (czh). Ein milder Sommerabend bei offener Terrassentür in der Villa Junghans im Park der Zeiten, aus dem Erker klingt melodischer Jazz mit einigen Spritzern Soul und Funk: Ein kühles Bier oder ein spritziger Weißer – so kann Jazz zum Rund-um-Wohlfühl-Erlebnis werden.

Na klar, die Musiker der Band müssen auch locker rüberkommen und hören lassen, auch ihnen macht ihr Auftritt Spaß. Schon sind wir mitten drin, bei der "83. Hammond Jazz Night" mit Stargast Matthias Bergmann am Flügelhorn und seinem kongenialen Bläser-Partner Arno Haas am Saxofon. Dazu perfektionierten Gitarrist Jörg Enz und Reinhold Hettich an der Hammond B3 mit ihren Ideen und Variationen zu den Titeln das Hörerlebnis in der Villa.

An diesem Abend sorgte erstmals Daniel Schay am Schlagzeug für den passenden Rhythmus und konnte sich ausgerechnet zu "Triste" mit einem fetzigen Solo vorstellen. Mit solcher Besetzung gibt es "No Problem", selbst wenn dieser Titel zum ersten Mal im Programm der Band auftauchte. Dafür ist die "Hammond Jazz Band" ja bekannt, dass sie immer wieder Neues ausprobiert, ob bei den Titeln oder den Stargästen. Matthias Bergmann war zwar zum dritten Mal zu Gast, aber es gab nur die Wiederholung mit dem saftigen Stück Juicy Lucy von Horace Silver. Mit dem Flügelhorn eröffnete er als ruhiges eigenes Stück "Up jumped Spring", zu dem die Gitarre einstimmte und danach Schlagzeug, Saxofon und Hammond Orgel. Rasanten Kontrast boten zwei Bebop von Sonny Rollins und "Anthropology" von Charlie Parker. Reinhold Hettich kündigte zwar an, es werde "nicht so schnell", aber er peitschte dann selbst wieder mächtig ein. Mit der Zugabe "My Romance" klang der Abend sehr ruhig aus, ein Fall für den Mann am Flügelhorn.

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