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Schramberg Neuigkeiten zum Paradiesplatz: einspurig bis Dezember

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Vor einigen Wochen beim Vor-Ort-Termin am Eingang der Göttelbachverdolung: Die alte Fahrbahnplatte war weg, die neue noch nicht drauf. Links ist die Natursteinmauer zu sehen, die hauptsächlich für die Verzögerungen gesorgt hat.Archivfoto: Riesterer Foto: Schwarzwälder Bote

Schramberg. Die einspurige Verkehrsführung über den Paradiesplatz wird nochmals länger dauern als angenommen. Das bestätigte Gerhard Holzbaur vom Baureferat Donaueschingen des Regierungspräsidiums in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Technik, als er mit Konrad Ginter vom städtischen Tiefbauamt über den aktuellen Stand der Baustelle informierte. Zudem beschloss das Gremium einstimmig, für die Sanierung der Göttelbachverdolung zusätzliche Haushaltsmittel in Höhe von 50 000 Euro im Haushalt 2021 anzumelden.

In seinem Vortrag, den er mit Bildern von der ober- wie auch unterirdischen Baustelle anreicherte, kam Holzbaur nochmals auf den Hauptgrund der Verzögerungen zu sprechen: Eine Bachmauer aus Natursteinen, deren schlechte Bausubstanz erst nach dem Abbruch der Brückenplatte ersichtlich geworden sei (wir berichteten).

Neue Fahrbahnplatte fertig

Diese sei, obwohl beidseitig von hochwertigerem Mauerwerk umschlossen, nicht dicker als 30 Zentimeter gewesen, dahinter sei normaler Boden gekommen. "Die Kräfte, die aufgrund der steigenden Verkehrslasten auf ein solches Fundament wirken, bringen auch dementsprechende Vorgaben mit sich", erklärte Holzbaur, dass die Verantwortlichen nicht um das Gießen eines neuen Fundaments herumgekommen seien. Dies, ergänzte Ginter, und einige Schadstellen im Innern des Bauwerks hätten zu dem beantragten um 50 000 Euro erhöhten Mittelansatz gesorgt.

Zudem habe sich die Beschaffenheit des ersten größeren quer verlaufenden Trägers der Verdolung anders als gedacht herausgestellt: In diesem seien einige Leitungen gelegen, deren Funktion und Herkunft erst geprüft werden musste. Generell, wiederholte Holzbaur mehrfach, seien die Arbeiter im Lauf der Maßnahme regelmäßig im Untergrund auf Leitungen oder Kanäle gestoßen, die nicht bekannt oder verzeichnet seien und die "die ganze Geschichte aufhalten".

Seit der vergangenen Woche sei nun aber die neue Fahrbahnplatte "drauf". In Kalenderwoche 44 könnten – nach weiteren Vorarbeiten – die Asphaltarbeiten erfolgen, sodass der Verkehr noch vor Weihnachten wieder mit derselben Zahl von Spuren wie vor der Baustelle fließen könne. Im Frühjahr 2021 wird die Baustelle auf der Lichtspielhaus-Seite wieder aufgenommen.

Die Zeitvorgabe nahm Martin Himmelheber (SPD/Buntspecht) zum Anlass, nachzufragen: "Erst hieß es August, dann Oktober, jetzt Dezember. Hätte ein Gutachter das mit der Mauer wirklich nicht vorher sehen können?" Holzbaur entgegnete, man habe "in Badehose mit Scheinwerfer" die Verdolung betreten können, die Wand habe wie eine schön gemauerte Natursteinwand gewirkt – damit, was dahinter liegt, hätte so nicht gerechnet werden können.

Jürgen Kaupp (CDU) fragte, warum der angedachte "Platz mit Aufenthaltsqualität" nicht mehr geplant sei. Ginter erklärte dies mit Unstimmigkeiten mit Anliegern bezüglich der Größe des Platzes, den technischen Schwierigkeiten aufgrund des örtlichen Gefälles und "weil es die Haushaltslage gerade einfach nicht her gibt". Später sei er aber noch theoretisch umsetzbar. u Kommentar

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