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Schramberg Mehr Selbstständigkeit im Gespräch

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In Tennenbronn geht es unter anderem um Bauplätze, von denen mehr benötigt würden als vorhanden. Fotos: Eisenlohr Foto: Schwarzwälder Bote

OB-Kandidatin Dorothee Eisenlohr ist derzeit in den Stadtteilen unterwegs – bei Rundgängen und in Diskussionsrunden ist sie von den Bürgern mit vielen Themen konfrontiert worden, die diesen unter den Nägeln brennen.

Schramberg. Die Reihe ihrer Ortsteilveranstaltungen startete sie in Waldmössigen, bevor es nach Heiligenbronn und Tennenbronn ging. "Ich bin überrascht, wie viele Interessierte da waren und wie intensiv diskutiert wurde. Die Veranstaltungen laufen echt gut", freut sich Dorothee Eisenlohr. Alle bisherigen Termine bestanden aus zwei Teilen: Jeweils um 18 Uhr nahm sich die OB-Kandidatin Zeit für einen Ortsrundgang. Ab 19 Uhr stellte sie sich im Nebenzimmer eines Gasthauses vor und diskutierte mit den Gästen.

Waldmössingen

Waldmössingens Ortsrundgang bot laut Mitteilung gleich zwei Höhepunkte: Gemeinde- und Ortschaftsrat Jürgen Kaupp hatte mehr als 100 Projekte und Projektwünsche der Waldmössinger auf eine ein Quadratmeter große Ortsteilkarte gepinnt. So konnte Eisenlohr am Treffpunkt vor der Kastellhalle gleich sehen, was sie im Fall ihrer Wahl zur Oberbürgermeisterin an Arbeit erwartet. Danach kletterte ein Teil der rund 35 Ortsteilbegeher auf den Schlepper der Familie Schmid zur Rundfahrt durch den Erlebnisbauernhof Waldmössingen.

Außer einem idyllischen Ausblick auf grasendes Rotwild erhielt die Kandidatin Informationen über Parkplatz- und andere Herausforderungen rund um das Römerkastell und den Weiherwasen.

An der Abendveranstaltungen im "Frieder" nahmen rund 50 Personen teil. Nach Eisenlohrs Vorstellung ging es unter anderem um Fußgängerüberwege an der Seedorfer Straße, leer stehende Gewerbeflächen und Wohnhäuser, die Serviceorientierung der Stadtverwaltung, Angebote für Jugendliche und Bürgerbeteiligung.

Heiligenbronn

In Heiligenbronn fanden sich etwas 30 Interessierte zum Ortsrundgang ein. Die Gruppe spazierte einmal rund um den Ort, vorbei am Kloster Heiligenbronn, dem Sportplatz der Stiftung St. Franziskus und dem Standort der geplanten Zufahrtsstraße für das Kloster. Zur Sprache kamen der schlechte Zustand einiger Gehwege und Straßen, der Bedarf an Wohnbauplätzen, der unschöne Standort der Glascontainer am Ortseingang und der Wunsch nach einem öffentlichen Versammlungsort. Aktive der Freiwilligen Feuerwehr Heiligenbronn wiesen auf ihre beengte Raumsituation und ein dringend anzuschaffendes Fahrzeug hin, heißt es weiter.

An der Vorstellung Dorothee Eisenlohr mit anschließender Diskussion im Café Adlerstüble-Spitz nahmen wiederum rund 50 Gäste teil. Neben den schon im Ortsrundgang angerissenen Themen ging es um das stellenweise kaum vorhandene Mobilfunknetz, Raserei durch den Ort und fehlende Barrierefreiheit für Sehbeeinträchtigte. Als schwierig benannt wurden auch die Kommunikation mit der Stadtverwaltung und der Stau an bewilligten, aber nicht umgesetzten Projekten. Dorothee Eisenlohr bedankte sich für die offenen Worte: "Ich habe verstanden. Außer um große Pläne muss es auch darum gehen, die kleinen Dinge zuverlässig zu erledigen. Ein Gehweg, der so kaputt ist, dass eine Frau mit Rollator darauf fast stürzt, muss zügig repariert werden."

Tennenbronn

In Tennenbronn begann der Ortsrundgang am Landgasthof Löwen. Gemeinde- und Ortschaftsrat Patrick Fleig führte die Teilnehmer vorbei an der bisherigen Festhalle hinauf zum Kurdobel und den geplanten Bauplätzen des Gebiets Bergacker IV. "Das werden 13 Bauplätze", erklärte er. "Eigentlich brauchen wir mehr." Tennenbronn, so Fleig, habe in den vergangenen Jahren mehrere Dutzend Einwohner mangels Wohnbauplätzen an andere Gemeinden verloren. Die Gruppe besichtigte auch den Platz für eine mögliche Aussegnungshalle oberhalb des katholischen Friedhofs und den Standort der geplanten neuen Festhalle am Dorfweiher. Leerstände entlang der Hauptstraße, so Fleig, machen den Tennenbronnern zunehmend Sorgen. Von Eisenlohr mit ihrer Erfahrung in der Wirtschaftsförderung erhoffe man sich gute Lösungsimpulse.

Das Nebenzimmer des "Löwen" platzte dann aus allen Nähten: Wirtin Evelyn Wöhrle und ihr Team mussten zusätzliche Stühle hereintragen. Nachdem Dorothee Eisenlohr sich und einige ihrer Schwerpunkte kurz vorgestellt hatte, wurde hitzig diskutiert. Es ging um Tourismusförderung, den Wunsch nach Stadtfesten in allen Ortsteilen, die Sicherung der Ärztenachfolge und Leerstandsmanagement. Fragen nach dem Führungsstil im Schramberger Rathaus und der Wunsch nach mehr Selbstständigkeit für ihre Ortschaftsverwaltung und den Bauhof wühlten die Tennenbronner Bürger sichtlich auf.

Inspiriert vom Stichwort Bürgerbeteiligung startete die Kandidatin eine spontane Umfrage: Rund die Hälfte der Gäste konnte sich einen gemeinsamen katholischen und evangelischen Friedhof vorstellen, wenn dies den Bau einer Aussegnungshalle begünstigen würde. Komplett dagegen war nur eine Person. Ortschaftsrat Oskar Rapp wollte von Eisenlohr wissen, ob sie sich schon mit dem Zustand der Straßen in den Tennenbronner Außengebieten beschäftigt habe. Sie hatte prompt eine Antwort parat: "Erst heute Morgen hat mich ein waschechter Tennenbronner drei Stunden lang durch die Außengebiete gefahren. Die Schlaglöcher waren trotz guter Stoßdämpfer am Auto deutlich wahrnehmbar."

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