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Schramberg Investor reicht Bauantrag für Ärztehaus ein

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Erster Entwurf: So ähnlich soll das Medzentrum Schramberg einmal aussehen. Grafik: IWG/Bauart

Schramberg - Der Bauantrag für das Medzentrum Schramberg ist eingereicht worden. Dies teilte das Gießener Projektentwicklungsunternehmen Ideenwelt Gesundheitsmarkt GmbH & Co. KG (IWG) gestern mit.

Auf dem ehemaligen Carl-Haas-Gelände soll ein medizinisches Zentrum mit einer Gesamtfläche von 3539 Quadratmetern entstehen. Der Startschuss für die Bauarbeiten falle voraussichtlich zu Beginn des dritten Quartals 2016; ein viertel Jahr später als zunächst geplant. Laut Susanne Richter-Polig, Sprecherin der IWG, hänge dies mit Formalitäten zusammen. "Das ist nichts, was das Projekt in irgendeiner Form tangiert", so Richter-Polig. Juristische Details in Grundstücksfragen hätten das Verfahren "etwas in die Länge gezogen".

In das neue Ärztehaus ziehe eine große Praxis für Physiotherapie und Gesundheitssport ein, ferner Arzt-Praxen folgender Fachrichtungen: Allgemeinmedizin, Innere Medizin, Kardiologie, Urologie, Dermatologie sowie Kinder- und Jugendmedizin. Darüber hinaus gehöre eine Apotheke zu den Nutzern.

Das Medzentrum Schramberg werde energetisch "hocheffizient realisiert". Nach ersten Berechnungen solle das Haus vom Energieverbrauch her die gesetzlichen Vorgaben für Förderdarlehen um mehr als 30 Prozent unterschreiten, obwohl die Verordnung für Neubauten dieses Jahr erneut verschäft worden seien. Erneuerbare Energien sollen zum Einsatz kommen.

Den Bauantrag für das Medzentrum auf dem Sulgener Kirchplatz neben der Orthoklinik solle "in Kürze" eingereicht werden. Dort sollen insgesamt rund 530 Quadratmeter Praxisfläche entstehen. Die hausärztliche Versorgung des Stadtteils solle deutlich verbessert werden.

Für den Bau des Medzentrum Schramberg sind rund elf Millionen Euro veranschlag, für das in Sulgen weitere 2,7 Millionen. Beide Zentren sollen die ambulante ärztliche Versorgung in Schramberg langfristig sichern. Laut Alexander Bechtler, Fachanwalt für Medizinrecht in Gießen, sollen die Ärzte enger zusammenarbeiten. Außerdem soll ein Medzentrum attraktivere Arbeitszeitmodelle bieten, neben Selbstständigkeit etwa Anstellungsverhältnisse, Teilzeitmodelle und geregelte Vertretungsdienste abends und am Wochenende (wir berichteten). Zusammen mit modernen Räumen soll das Konzept attraktiv sein, um junge Mediziner für den ländlichen Raum zu gewinnen.

 
 

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Karin Zeger

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