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Schramberg Es droht die rote Karte fürs Granulat

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Auf dem bisherigen Spielplatz unmittelbar neben dem Sportgelände soll der Kunstrasen entstehen. Fotos: Dold Foto: Schwarzwälder Bote

Beim SV Waldmössingen herrscht Aufbruchstimmung: Der Verein schickt diese Saison erstmals drei Aktivenmannschaften ins Rennen. Um einen sauberen Trainingsbetrieb ermöglichen zu können, braucht der Verein jedoch einen Kunstrasenplatz. Mindestens.

Schramberg-Waldmössingen. Denn hinzu kommen soll laut den Wünschen der Verantwortlichen ein zusätzliches Kleinspielfeld für die Jugendmannschaften.

Nun kommt aber noch eine weitere Komponente ins Spiel: Die EU denkt inzwischen gar nicht mehr so leise über ein Verbot von Mikroplastik – dem so genannten Granulat – auf Kunstrasenplätzen nach. Die weitestgehende Überlegung sieht eine Sperrung solcher Plätze ab dem Jahr 2022 vor.

Das wirkt sich auch auf den Bau neuer Plätze wie in Waldmössingen aus. "Der SV Waldmössingen denkt an einen Kunstrasenplatz ohne Granulatbefüllung. Als Vergleichsobjekt sieht der Verein die Anlage des TuS Oppenau", sagt SVW-Präsident Frank Schneider auf Anfrage.

Mit einer solchen umwelt- und spielerschonenden Ausführung könne man stärker von Förderprogrammen profitieren, hoffen die Vereinsverantwortlichen. Das wäre auch nötig, denn die Mehrkosten würden bei Alternativen zu Granulat wie Kork oder Sand bei etwa fünf bis zehn Prozent liegen. Auch bei der Stadtverwaltung verfolgt man die Diskussion genau, schließlich wäre die Stadt für einen Großteil der Finanzierung zuständig.

Der Wunsch des Vereins nach einer Fertigstellung des Kunstrasenplatzes im Jahr 2021 – zum 100-jährigen Vereinsbestehen – ist aber wohl nicht mehr möglich. "Dem SV Waldmössingen ist bekannt, dass eine Einweihung im Jahr 2021 nicht realistisch ist", sagt Susanne Gorgs-Mager, Pressesprecherin der Stadtverwaltung. Eine Baustelle während des Jubiläums sei nicht sinnvoll. Auch der notwendige Planungslauf und Abstimmungen zu Fördermitteln ließen eine Realisierung zu diesem Zeitpunkt nicht zu.

Den derzeitigen Stand der Dinge beschreibt die Pressesprecherin so: "Eine Vertiefungsplanung basiert auf den Anregungen aus dem Stadtspaziergang vom Juni 2018. Im Nachgang hierzu wurde in einem Gespräch von Vertretern des SV Waldmössingen mit Oberbürgermeister Herzog und der Verwaltung im Februar 2019 das weitere Vorgehen besprochen. Die Vertiefungsplanung soll zum Jahresende 2019 vorgestellt werden und dient als Grundlage für die weiteren Entscheidungen und Priorisierungen." Der anstehende OB-Wechsel habe keinen Einfluss auf das Projekt, da die Priorisierung vom Gemeinderat bei der Haushaltsberatung vorgenommen werde.

Sehr wohl hineinspielen werden die Planungen der Stadt für die Umgebung. Der Kunstrasenplatz soll dort gebaut werden, wo sich derzeit der Spielplatz befindet, der wiederum in Richtung Erlebnisbauernhof verlegt werden könnte, sagt SVW-Präsident Schneider.

Die Stadt plant ein Gesamtkonzept für das gesamte Areal Weiherwasen. Gorgs-Mager: "Es gilt die Aspekte wie Lärm, Nutzung des Spielplatzes, Parkierung, überschwemmte Wiesenflächen, Kläranlage, Grunderwerb, Neuordnung und Erweiterung der Sportanlagen, Einbindung des Erlebnisbauernhofs und Römerkastells, Denkmal- und Hochwasserschutz übereinander zu legen."

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