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Schramberg Eine wechselvolle Geschichte

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Von Stephan Schneider

Schramberg. Der Tag des offenen Denkmals stand unter dem Motto "Romantik, Realismus, Revolution – das 19. Jahrhundert". Da traf es sich gut, dass die in jenem Jahrhundert von Erhard Junghans erbaute Villa und der sie umgebende Park ihr 125-jähriges Bestehen feiern.

Inzwischen befindet sich in dem altehrwürdigen Gebäude ein Hotel und der Park erfuhr mit seiner Umgestaltung zum "Park der Zeiten" eine Renaissance. Der Museums- und Geschichtsverein nahm das Jubiläum zum Anlass, die wechselvolle Geschichte der Villa und des Parks zu würdigen. Stadtarchivar Carsten Kohlmann gab einen mitreißenden Einblick in die Vergangenheit des Hauses.

Nach einer kurzen Einführung in das Leben der Junghans-Brüder Arthur und Erhard drehte sich auch schon alles um die Villa, die in Erhard Junghans Auftrag unter der Federführung des Architekten Karl von Leibrand aus Oberndorf in 15 Monaten Bauzeit errichtet wurde. Am 4. November 1886 konnte Erhard Junghans mit seiner Frau Marie und seinen Kindern Karl Erhard und Doris in die Villa ein.

Der große Naturliebhaber Erhard Junghans ließ sich außerdem von dem damals in Südwestdeutschland führenden Landschaftsgärtner Gustav Adolf Wagner einen Park rund um die Villa anlegen. Nach dem Tod von Erhard Junghans im Jahr 1923 wurde das Gebäude von seinem Sohn Erhard Junghans an die Familie von Richard Langenbacher vermietet. Nach dessen Auszug 1933 stand das Gebäude zunächst leer.

Schließlich nahmen der Gemeinderat und der damalige Bürgermeister Fritz Klingler im September 1933 das Angebot an, das Haus für 100 000 Reichsmark zu erwerben. Über dem Eingang der Villa prangte schon bald der Schriftzug "Adolf-Hitler-Haus", das Gebäude wurde zum Sitz der NSDAP-Kreisleitung.

Nachdem der Spuk vorbei war, wurde der Stadtpark 1956 erweitert. Es entstanden neue Wege und ein neuer Eingang am Sonnenberg. Die Villa Junghans wurde immer wieder von verschiedenen Pächtern als Gastronomiebetrieb genutzt. Mit der Neukonzeption und Umgestaltung des Parks von 2002 bis 2007 wurde ein neues Kapitel in der Geschichte der Anlage aufgeschlagen – sie trägt nun den Namen "Park der Zeiten". Die Übernahme der Villa durch die Familie Weißer, die aus dem Gebäude das Hotel "Villa Junghans" machten, verspricht Kontinuität bei der Nutzung des Gebäudes.

 
 

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Karin Zeger

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