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Schramberg Die Hälfte des Schutts ist weg

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Fotos: Riesterer Foto: Schwarzwälder Bote

Es tut sich sichtlich was auf dem Gelände des Thomas-Philipps-Markts in der Schramberger Nordstadt: Mit vier Lastwagen wird derzeit das Material abgefahren, das vor etwas mehr als einem Jahr bei dem großen Hangrutsch abgegangen ist.

Schramberg. Etwa die Hälfte des riesigen Schuttbergs liegt noch da. Noch kann sich der Betrachter also ein Bild machen von den Unmengen an Erde, Felsen, Bäumen und Geröll, die im Januar vergangenen Jahres am Hang direkt beim Thomas-Philipps-Markt im Bereich Schilteck abgegangen sind. Doch dieser Berg schrumpft derzeit Stück für Stück und wird in wenigen Wochen verschwunden sein.

"Seit dem Dreikönigstag sind Mitarbeiter der Firma Zech nun mit der Entsorgung des Materials und der Abfuhr zur Erddeponie beschäftigt", sagt vor Ort ein Mitarbeiter der Firma Thomas Philipps im Gespräch mit unserer Zeitung. Im Vorfeld hatte ein Geologe den Schuttberg in einzelne Segmente eingeteilt, Proben entnommen, das Material untersucht und für die fachgerechte Entsorgung auf der Erddeponie klassifiziert.

Der Mitarbeiter überschlägt: "Die vier Lastwagen machen zusammen 20 Fuhren am Tag. In der Woche kommen so grob geschätzt 1000 Kubikmeter Material zusammen – und da ist nicht das dabei, was vorher rausgenommen wird." Per Hand oder mit Maschinen werden vorab größere Felsen, Äste oder ganze Baumstämme aussortiert. Allein 40 Tonnen Holz, erklärt er, sind so bislang zusammengekommen. Mitte Februar sei die Firma Zech mit den Aufräumarbeiten fertig.

Die ehemalige Kaufland-Leerguthalle, die von den Erdmassen umschlossen und zerstört wurde (siehe großes Bild rechts), werde im Anschluss noch abgerissen. Der sich in Richtung des Marktgebäudes anschließende Mitarbeiterbereich soll saniert werden. "Was dabei noch gemacht werden muss, können wir erst sagen, wenn eventuelle Schäden zum Vorschein gekommen sind und wir die technischen Anlagen geprüft haben", so der Mitarbeiter.

Auch der Eingangsbereich des Markts sei beschädigt worden und werde noch ausgetauscht – dann soll der Betrieb allerdings schon wieder laufen. Und im Inneren des Markts? "Innen blieb es eher bei kleineren Schäden. Da hieß es vor allem: putzen, putzen, putzen." Ab kommenden Montag, erklärt der Mitarbeiter, werden die Regale im Markt wieder aufgebaut. "Dann werden wir damit beginnen, mit der Ware umzuziehen und die Bestände aufzufüllen. Am 2. März werden wir hier wieder starten."

Parallel dazu bereiten die Mitarbeiter während der alltäglichen Arbeit im "Ausweichmarkt" im Majolika-Firmenpark den Auszug vor. Die Ware, die hierher mitgenommen wird, wird derzeit schon eingepackt. Bis zum 7. Februar läuft der Verkauf noch. Dann ist dort geschlossen.

Generell sei man mit der Übergangslösung, die der Markt etwa zwei Monate nach dem Hangrutsch bezogen hat, sehr zufrieden. "Vor allem sind wir der Familie Melvin dankbar, dass sie so kurzfristig diese Lösung angeboten hat", betont der Mitarbeiter. "Es gab natürlich ein paar Einschränkungen für die Kunden und für uns, beim Lieferverkehr oder den Parkplätzen." Aber: "Dafür sind wir aber auch von den anderen Mietern freundlich aufgenommen worden. Die Nähe zur Stadt und den anderen Betrieben war eine interessante Abwechslung, und natürlich hat die Majolika schon ein gewisses Flair. Einigen Kunden hat die Übersicht in dem kleineren Markt auch eher gefallen", sagt der Mitarbeiter. "Aber wir freuen uns natürlich, dass wir nun bald wieder runter können."

Ein letztes großes Geheimnis treibt sämtliche an den Arbeiten Beteiligte derzeit noch um: "Es sind schon alle sehr gespannt, wo und in welchem Zustand der Gabelstapler ist, der in der ehemaligen Leerguthalle gestanden hat." Es hätten sich, heißt es, bereits einige Interessenten angemeldet, die diesen kaufen und wieder flott machen möchten.

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