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Schramberg Damit nichts mehr auf die Straße poltert

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Hier wird viel Staub aufgewirbelt: Die Löcher werden in den Fels gebohrt, um dort die Stahlnetze befestigen zu können. Foto: Dold Foto: Schwarzwälder Bote

Schramberg-Tennenbronn - "Nein, eine Verschiebung hätte keinen Sinn gemacht": Joachim Hilser, stellvertretender Leiter des Straßenbauamts Rottweil, sieht den Zeitpunkt für den Beginn der Bauarbeiten im Bernecktal als optimal – auch wenn es viele weitere Baustellen in der Umgebung gibt.

"Wir mussten jetzt beginn en, damit wir vor dem Winter so viel wie möglich abarbeiten können", sagt Hilser. Natürlich sei allen Beteiligten bewusst, dass die Strecke von Hardt nach Schramberg in den Sommerferien gesperrt sei und die Umleitung durchs Bernecktal führe. Aber wenn diese Maßnahme um sechs Wochen verschoben worden wäre, wären vor dem Winter viele Arbeiten unerledigt geblieben.

Und es sei dringend, etwas zu tun – wieder einmal. Immer wieder, sagt Hilser, habe es an verschiedenen Stellen Steinschlag gegeben. Der Fels verwittere oberflächig und die Bildung von Geröll sei die Folge. Um die Verkehrssicherheit zu erhalten, müsse jetzt gehandelt werden. Ansonsten hätte möglicherweise eine lange Vollsperrung gedroht. Zudem sei die Gefahr von Steinschlag im Winter am größten und diese wolle man eindämmen. Den Grund erläutert Nico Hofmann vom Ingenieurbüro Menzel aus Tübingen. Durch den ständigen Wechsel von kalten Frostphasen und häufigem Tauwetter dringe viel Wasser in Felsspalten ein. Gefriere dieses, könnten Felsstücke wegbrechen – und im schlimmsten Fall Verkehrsteilnehmer auf der Straße gefährden. "Je früher wir fertig sind, desto kleiner sind die Risiken", sagt Hilser.

Mit den Rodungen vor einigen Jahren habe der stärkere Steinschlag im Übrigen nichts zu tun. Damals, so Hofmann, seien viele Bäume entfernt worden, die auf Felsen nahe der Straße standen. Diese seien ebenfalls eine Gefahr für die Verkehrsteilnehmer gewesen.

Kolonnen arbeiten sich in Richtung Tennenbronn vor

Nun also sind die Arbeiter erneut am Werk. Sie arbeiten in zwei Kolonnen, um die Arbeiten schneller bewältigen zu können. Der derzeitige Nachteil für Autofahrer: Deswegen gibt es zwei halbseitige Sperrungen und damit auch zwei Ampeln. Angefangen wurde am Ortsausgang von Schramberg, nun arbeiten sich die Kolonnen in Richtung Tennenbronn vor.

Der Fels wird von Bäumen und Gestrüpp befreit. Anschließend werden Bohrpunkte markiert und dann zwei bis drei Meter tiefe Löcher in den Fels gebohrt. Mit ebenso langen "Nägeln" werden dann die hochwertigen Stahlnetze an den Felsen befestigt, die große Belastungen aushalten. Insgesamt werden 16 Stellen bearbeitet, so Hofmann.

Gerichtet werden auch die durch den Sturm im Januar 2018 zerstörten Steinschlagzäune. Diese werden nun noch stabiler gebaut und sind künftig einfacher zu reparieren.

Der Landkreis ist Bauherr der Maßnahme. Seit 2013 wurden bereits fünf Millionen Euro verbaut. Die jetzigen Maßnahmen kosten 1,5 Millionen Euro und sind darin enthalten. Die Kosten für das gesamte Vorhaben trägt das Land.

Im kommenden Jahr wird es eine fünfwöchige Vollsperrung geben, da dann Steinschlagzäune in großer Höhe errichtet werden. Diese soll Mitte/Ende März beginnen – sobald es eben das Wetter zulässt.

Die gegenwärtige Teilsperrung hält noch bis Weihnachten an. Einen Lichtblick hat Hilser parat: Sofern es die Situation erlaube, würden am Wochenende die Baumaterialien auf die Seite gepackt – die Ampeln blinken dann, sodass nahezu freie Fahrt herrscht.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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