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Schramberg Dachbegrünung für Berneckschule?

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Auf dem Parkplatz vor der Berneckschule sollen Container zur Schulerweiterung aufgestellt werden. Foto: Wegner Foto: Schwarzwälder Bote

Ob die Dachflächen des Erweiterungsgebäudes der Berneckschule eine Begrünung bekommen, bleibt noch offen.

Schramberg. Der Verwaltungsausschuss wollte sich in seiner Sitzung am Donnerstag noch nicht darauf festlegen und vertagte diesen Punkt des Beschlussvorschlags mehrheitlich auf die nächste Gemeinderatssitzung. Thomas Brantner (CDU) hatte den Vertagungsantrag gestellt, seine Fraktion wolle noch mehr Zeit, intern darüber zu diskutieren. Nur Bernd Richter (ÖDP), der Begrünung für wichtig hält, stimmte gegen den Vertagungsantrag und Frank Kuner (Aktive Bürger) enthielt sich. Kuner sieht das Thema Begrünung grundsätzlich positiv, wie er nach der Sitzung unserer Zeitung erklärte. Enthalten habe er sich, weil er das Thema gerne im Ausschuss weiter diskutiert hätte.

Einstimmig folgte der Verwaltungsausschuss aber dem Beschlussvorschlag der Verwaltung, überplanmäßige Mittel in Höhe von 75 000 Euro für notwendige Arbeiten am Untergrund und für die Dachstatik sowie 50 000 Euro für die Möblierung bereitzustellen. "Bei den Arbeiten am Untergrund haben sich Überraschungen ergeben", berichtete Fachbereichsleiter Rudolf Mager. Anfang September hatten Erdarbeiten auf dem Gelände begonnen. Beim Aushub unter dem bisherigen Parkplatzbelag habe teerhaltiges Material separiert und entsorgt werden müssen. Außerdem seien in Teilbereichen alte Fundamente der Berneckschule vorhanden, die die Arbeit erschwerten.

Begrünung wirkt positiv

Ausführlich trug Mager die vielen positiven Effekte vor, die für eine Begrünung der Dachflächen sprächen und den Aufwand in Höhe von 65 000 Euro rechtfertigten: Entlastung der Abwasserkanäle und Kläranlage; Beitrag zum Hochwasserschutz und Starkregenrisikomanagement; Verbesserung des Mikroklimas im Pausenhof und des Raumklimas; bessere Isolierung der Dachfläche; Vorbildfunktion der Stadt: Dachbegrünungen sind Bausteine von Klimaschutzprojekten; Schutzraum und Nahrung für Insekten; Filterung von Feinstaub; Dämpfung von Lärm; Schutz der Dachhaut vor Alterung und mechanischer Beschädigung. Mager hob auch die  Wahrnehmung im Stadtbild hervor: Ein Mehrwert an prominenter Stelle würde für Schülern, Lehrer und Bewohner in der Nachbarschaft geschaffen. Dazu komme: "Schüler, die in vier Jahren eingeschult werden, nehmen es nicht als provisorisches, sondern als Bestandsgebäude wahr".

Baustein Berneckschule

Mager ging in seiner Präsentation auch auf die grundsätzlichen Aufgaben seines Fachbereichs und die Rolle der Berneckschule in der Stadtentwicklung ein: Die ganze Stadt im Blick zu haben, sei die Aufgabe des Fachbereichs Umwelt und Technik, zu dem auch die Stadtplanung gehöre. Die Stadt Schramberg habe viel Potenzial, das es zu heben gelte. Dafür müsse die bestehende städtebaulichen Strategie weiterentwickelt werden. Das sei trotz der Personalknappheit im Rahmen des Antrags für die Landesgartenschaubewerbung gelungen: Das Konzept für die Stadtentwicklung habe vertieft werden können. Ein wichtiger Bestandteil davon sei der Schulcampus, von dem wiederum die Berneckschule ein wesentlicher Baustein sei.

Er, Mager, sei froh, dass seit dem 1. Juli dieses Jahres mit dem Architekten Christof Birkel ein zusätzlicher Mitarbeiter für den Fachbereich Umwelt und Technik gewonnen werden konnte.

"Wir haben jetzt mehr Planungskapazität und auch Urlaubsvertretungen sind möglich", erklärte Mager. Er berichtete auch, dass wieder eine eigene CAD-Kompetenz im Rathaus aufgebaut und ein neues Geographisches Informationssystem (GIS) für mehr Effizienz eingesetzt würden. Mager verspricht sich davon eine schnellere und wirtschaftlichere Bearbeitung in der Konzept- und Startphase von Projekte sowie mehr Flexibilität bei der Wahl der Herangehensweise: "Ob man extern oder intern plant".

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