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Schramberg Adelbert Fix gehört der Kolpingsfamilie seit 60 Jahren an

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Pfarrer Eberhard Eisele (Präses, von links), Adelbert Fix, Gerhard Eschle, Hubert Roming, Erich Eschle, Winfried Kunz und Vorsitzender Reinhold Seckinger Foto: Kolpingsfamilie Foto: Schwarzwälder Bote

Schramberg-Sulgen. Mit einem Gemeinschaftsgottesdienst in der Kirche St. Laurentius, zelebriert von Präses Pfarrer Eberhard Eisele und mitgestaltet von Vereinsmitgliedern, ist die Feier des Kolpinggedenktags begonnen worden.

Pfarrer Eisele ging in seiner Predigt auf die Unzahl von Castings- und Reality-Shows im Fernsehen ein, wo Menschen entdeckt werden wollen, die große Bühne, das Rampenlicht suchen, um für sich etwas zu erreichen: Sei es, um berühmt zu werden, um etwas zu gelten, schnell Geld zu verdienen oder auch um so einen Partner fürs Leben zu finden.

Der Weg in die Berühmtheit endet oft schnell, wenn sich das Interesse der Öffentlichkeit getreu dem Motto "aus den Augen aus dem Sinn" wieder neuen Gesichtern zuwendet. Aber das stimme nicht immer. "Es gibt Menschen, die ebenfalls die großen Bühnen gesucht haben und eben nicht in Vergessenheit geraten sind", so Eisele. Bei den meisten von diesen Menschen liege das daran, dass sie im Leben und Wirken etwas Bleibendes für andere Menschen hinterlassen haben.

Dazu gehört der im Evangelium des zweiten Adventssonntags genannte Johannes der Täufer. Sein Leben endete tragisch. König Herodes ließ ihn enthaupten, weil er seine unerlaubte Ehe kritisierte. Dieser Johannes suchte damals, zur Zeit Jesu, die Öffentlichkeit, aber nicht, um sich selbst berühmt zu machen. Nein, er wollte einen anderen ankündigen und berühmt machen, den lang erwarteten Messias, Jesus Christus. Er suchte dabei nicht die große Bühne in den Städten. Nein, er ging in die Wüste.

Die Menschen gingen hinaus zu ihm, um seine Botschaft zu hören und seine Taufe zur Umkehr zu empfangen. Johannes hatte den Mut und durch ihn Andere auch, das Heil durch Jesus Christus öffentlich und mit Mut zu verkündigen.

Pfarrer Eisele spannte den Bogen zu Adolph Kolping, der im 19. Jahrhundert sein Wort den notleidenden Handwerksgesellen seiner Zeit verkündete. Seine Bühne war nicht die Wüste wie bei Johannes, sondern waren die großen Städte mit den durch die beginnende Industrialisierung entwurzelten und in soziale Not geratenen jungen Menschen auf den Straßen. Er bot den Gesellen konkrete Lebenshilfe durch Bildungsangebote, Unterkunft, Verpflegung, Arbeitsbeschaffung und sinnvolle Freizeitgestaltung.

Das aus seinem damaligen Wirken entstandene Kolpingwerk lebt immer noch und das in mittlerweile mehr als 60 Ländern auf der Erde, heißt es in einer Mitteilung.

Nach dem Gottesdienst wurde die Feier im Pfarrhof fortgesetzt. Vorsitzender Reinhold Seckinger konnte trotz vieler konkurrierender Veranstaltungen eine große Zahl Mitglieder mit ihren Familienangehörigen begrüßen. Ihm oblag es, langjährige verdiente Mitglieder zu ehren.

Auf 40 Jahre Mitgliedschaft bringen es Hubert Roming, Gerhard Eschle, Winfried Kunz und Erich Eschle. Seckinger lobte die vier für ihr vorbildliches Verhalten – sei es die Übernahme von Ämtern innerhalb des Vorstands, bei vielen Arbeitseinsätzen für den Verein und auch für die Kirchengemeinde. Ganz zu schweigen bei glanzvollen Auftritten bei der Kolpingsfasnet und anderen geselligen Veranstaltungen.

Für 60 Jahre Mitgliedschaft wurde Adelbert Fix geehrt. Ein Blick in die Protokollbücher erinnert an die umfangreiche Tätigkeit des Geehrten vor allem in den 1960er-Jahren, wo er als Aktivposten im Vereinsleben erwähnt wird. Alle Jubilare wurden mit Dankesworten, einem Geschenk und einer Urkunde bedacht.

Anschließend berichtete Hubert Nagel, Vorsitzender der Lauterbacher Kolpingsfamilie, über die fast drei Jahrzehnte bestehende Projektpartnerschaft mit der indischen Diözese Tiruvalla im südwestindischen Bundesstaat Kerala. Mit interessanten Bildern und anschaulichen Erläuterungen zog Nagel die Anwesenden in seinen Bann.

Mit einem geselligen Miteinander klang der Kolpingfesttag zu später Stunde aus.

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