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Schopfloch Krankenschwester sammelt Müll ein

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In der Natur landet einiges an Müll. (Symbolfoto) Foto: dpa

Schopfloch - Viele Menschen halten sich durch Spaziergänge körperlich fit und lassen dabei die Seele baumeln. Eine Krankenschwester aus Schopfloch nutzt derzeit ihren regelmäßigen Gang an der frischen Luft auch dazu, Müll in ihrer Gemeinde aufzusammeln.

Mit Handschuhen und einer Mülltüte ausgerüstet begibt sich die Krankenschwester, die nicht namentlich genannt werden möchte, vier bis fünf Mal die Woche nach draußen um frische Luft zu schnappen und nebenbei ihre Gemeinde jedes Mal ein bisschen sauberer zu machen.

Auf eigene Faust

Nach getaner Arbeit fühle sie sich dann auch gut: "Es ist ein befriedigendes Gefühl, vergleichbar mit dem Gefühl nachdem man Arbeiten im Haushalt erledigt hat. Ich gehe immer eine andere Route und mache eine andere Stelle sauber und freue mich dann, dass es besser aussieht als zuvor", erklärt sie. Ihre Routen führen sie dabei an den Rand der Wohngebiete und in die umliegende Natur.

Von klein auf habe sie gelernt, dass es wichtig sei, was für die Allgemeinheit zu tun, weshalb sie, ähnlich wie andere Mitbürger im Kreis auch, auf eigene Faust was gegen die Vermüllung in ihrer Gemeinde und der Natur unternimmt.

"Ich habe mich anfangs beim Spazieren geärgert, dass überall dieser Müll rumliegt. Dann dachte ich mir: ›Stop mal. Was rege ich mich denn auf? Ich kann doch selber was dagegen tun.‹ Von da an habe ich angefangen den Müll einzusammeln und bei mir im Keller zu lagern", sagt sie. Dabei arbeitet sie weiterhin in Vollzeit als Krankenschwester, obwohl sie bereits im Rentenalter ist.

Säcke nicht richtig geschlossen

Vor etwa zwei Monaten habe Sturm Sabine die gelben Säcke, die für die Abholung rausgestellt wurden, in der ganzen Gemeinde verweht. Da viele Säcke nicht richtig verschlossen waren oder an Büschen und Bäumen aufgerissen wurden, habe sich enorm viel Müll verstreut. Allerdings ist Sturm Sabine nicht der einzige Grund für das Problem, sondern vielmehr, dass die Menschen einfach ihren Müll unbedacht wegwerfen würden. "Das war meist kein Müll der in den gelben Sack gehört", stellte sie nach kurzer Zeit fest.

Sie sei bestürzt darüber, was die Menschen alles einfach wegschmeißen oder liegenlassen würden. Einmal habe sie an einem Tag 27 Glasflaschen aufgesammelt. Sie wundere sich zudem, warum einige Müllsammelaktionen wegen Corona abgesagt wurden. "Warum geht das nicht? Man kann beim Müllsammeln doch ausreichend Abstand halten. Zwei Personen können jeweils eine Straßenseite übernehmen, ohne dass sie sich zu nahe kommen."

Keller ist nahezu voll

Inzwischen ist ihr Keller nahezu voll, es passen vielleicht noch ein paar Müllsäcke rein, dann geht nichts mehr, sagt sie. Sie müsse jetzt langsam zusehen, dass sie den Müll loswird, daher werde sie versuchen, sich an den Wertstoffhof zu wenden.

Sie wünsche sich, dass die Menschen öfter mit offenen Augen durch die Straßen gehen, hier und da mal was aufsammeln und dann im richtigen Müll entsorgen würden. Gemeinsam könne man auch trotz Corona die Straßen und Natur sauber halten, ist sie überzeugt.

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