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Schonach Leben mit Schicksalsschlägen

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Hans Eberl feiert seinen 80. Geburtstag. Foto: Eberl Foto: Schwarzwälder Bote

Schonach. An diesem Mittwoch feiert Johann Eberl seinen Geburtstag. Hans, wie er gerufen wird, kam vor 80 Jahren in der Metzig, zwischen der heutigen Skiliftstation und dem ehemaligen Zentrum der Gemeinde Rohrhardsberg, auf die Welt. Dort wuchs er mit acht Geschwistern bei seinen Eltern auf, besuchte die Volksschule der ehemals selbstständigen Gemeinde. Einige Schicksalsschläge musste der Jubilar schon als kleiner Junge hinnehmen: 1951 brannte die Heimat vollständig ab, die Familie zog ins Oberbachgut, besser bekannt als "Krutloch".

Als 15-Jähriger Vollwaise

1953 kam der Vater bei einem Arbeitsunfall ums Leben. Der Holzhauer wurde von einem fallenden Baum erfasst und starb einen Tag später an den Folgen des Unfalls. An ihn erinnert noch heute ein Bildstock im Elzbach zwischen Rohrhardsberg und Oberprechtal. Nur zwei Jahre später starb auch die Mutter, Hans war mit 15 Jahre Vollwaise. Aber er war nicht alleine, er und seine Geschwister hielten zusammen: Sie beschlossen, im Schonacher Turntal gemeinsam ein Haus zu bauen. Dieses übernahm der Jubilar in den 1960er-Jahren. Dort wohnt er auch heute noch mit seiner Frau Gerda.

Das Arbeitsleben zog Hans für kurze Zeit zu den Burger Industriewerken, danach wechselte er zum ehemaligen Schonacher Baugeschäft Nock. Eine glückliche Entscheidung, denn die Firma hatte Anfang der 1960er-Jahre den Auftrag erhalten, die Hintertalstraße in Nußbach zu asphaltieren. Dort begegnete er immer wieder einem Mädchen, das vom Feißenhof im Hintertal auf dem Weg zur Arbeit nach Triberg war. Eines Tages traute er sich und sprach sie an. Ein erster Kinobesuch war der Anfang für eine Ehe, aus der vier Kinder entstanden und die bis heute anhält. Ab 1970 war Hans dann bei der Schonacher Firma Kienzler beschäftigt. Dort blieb er bis zu Rente.

Engagiert in der Gemeinde

Neben seinem Berufsleben und seiner Familie war Eberl vor allem eines immer wichtig: die sozialen Kontakte und die Arbeit für die Allgemeinheit. Mehr als 20 Jahre war er Vorsitzender des Ortsvereins des Deutschen Roten-Kreuzes, bildete unzählige Führerscheinneulinge in erster Hilfe aus. Auch beim Skiverein Rohrhardsberg, dem einzigen Verein seines Geburtsorts, war er Vorstandsmitglied, etliche Vereine zählten ihn als passives Mitglied und einige Jahre saß er für die CDU im Schonacher Gemeinderat.

Hobby Kaninchenzucht

Sein großes Hobby war die Kaninchenzucht. Auch hier ging er als langjähriges Vorstandsmitglied des Kleintierzuchtvereins Triberg und als Vorsitzender des Kreisverbands der Kaninchenzüchter voran. Gesundheitlich geht es dem Jubilar nicht mehr so gut. So musste er sein Hobby schon vor Jahren aufgeben, und auch in seinem geliebten Garten kann er heute nicht mehr arbeiten.

Traurig stimmt den Jubilar, dass er seinen Geburtstag aufgrund der Corona-Krise wohl nicht mit der ganzen Familie feiern kann. Zu gerne hätte er seine noch lebenden Geschwister, mit denen er stets ein inniges Verhältnis hatte, den drei noch lebenden Kindern (Tochter Carmen starb vor vier Jahren im Alter von nur 49 Jahren), den neun Enkeln und vier Urenkeln gefeiert.

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