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Schonach Keine Scheu vor Behördengängen

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Foto: © Chinnapong – stock.adobe.com Foto: Schwarzwälder Bote

Wo bekommen Menschen Hilfe, die aufgrund ihres Alters, einer Behinderung oder Krankheit nicht mehr alle ihre Angelegenheiten selbst erledigen können? Oftmals unterstützen dann Familienangehörige. Ist dies nicht der Fall, so springen ehrenamtliche, rechtliche Betreuer ein.

Schonach. Einer von ihren ist Helmut Schneider aus Schonach. Er ist seit drei Jahren für den SKM Schwarzwald-Baar, den katholischen Verein für soziale Dienste, tätig. "Ich wollte meine Zeit im Ruhestand nicht nur für mich, sondern auch für andere sinnvoll einsetzen", erzählt er.

Zwei Personen betreut der Rentner aktuell in der Raumschaft Triberg. Dabei geht es jedoch nicht um schwierige und komplizierte Rechtsangelegenheiten. Manchmal sind es vermeintliche Kleinigkeiten, Formalitäten rund um Gesundheitsvorsorge oder Vermögensangelegenheiten, die im Alter zunehmend schwer fallen können. "Das hat oftmals mit Unsicherheit zu tun. Dann wird die Post einfach nicht mehr aufgemacht", weiß Helmut Schneider aus Erfahrung. Hier setzt seine Hilfe an: Anträge stellen, gemeinsam Fragebögen ausfüllen und Behördengänge erledigen. Was und in welchem Umfang wird zuvor genau festgelegt, gehandelt wird stets im Sinne des Betreuten.

"Viele Menschen haben Angst, dass sie entmündigt werden, wenn es um rechtliche Betreuung geht. Ein Betreuer nimmt aber keine Rechte weg und Entmündigung gibt es ohnehin nicht mehr", stellt Christian Müller-Heidt, Geschäftsführer des SKM Schwarzwald-Baar klar. Es gebe keinerlei Risiken für die betreute Person.

Etwa vier Stunden im Monat ist Helmut Schneider als Betreuer tätig. Es sei eine ansprechende und angenehme Tätigkeit und nicht so kompliziert, wie man es sich vielleicht vorstelle. Die Chemie zwischen dem Betreuten und Betreuer müsse aber unbedingt stimmen. Das ist für ihn Grundvoraussetzung.

Berufliches Vorwissen sei für dieses Ehrenamt hingegen nicht nötig. "Nicht das berufliche Wissen, sondern die allgemeine Lebenserfahrung zählt", ist sich der ehemalige Finanzberater sicher. "Man sollte jedoch keine Scheu vor Behördengängen haben." Oftmals seien die Sorgen der Menschen gar nicht so groß. "Wir können dann Rat und Sicherheit geben", sagt Helmut Schneider. "Es gibt ein gutes Gefühl, wenn man helfen kann und ein Lächeln zurückbekommt".

"Wir", das sind insgesamt 138 ehrenamtliche Betreuer im ganzen Schwarzwald-Baar-Kreis. Allesamt wurden durch den SKM Schwarzwald-Baar geschult und in ihrer Tätigkeit begleitet und unterstützt. Da der Bedarf an rechtlicher Betreuung von Jahr zu Jahr ansteigt, ist der katholische Verein für soziale Dienste dringend auf der Suche nach weiteren Ehrenamtlichen. "Jeder der bereit ist, sich für seine Mitmenschen einzusetzen und etwas Gutes zu tun, ist bei uns willkommen", wirbt Christian Müller-Heidt.

Der SKM Katholische Verein für soziale Dienste Schwarzwald-Baar ist ein anerkannter Betreuungsverein und seit 1992 im Schwarzwald-Baar-Kreis tätig.

Die Aufgabe des SKM ist es, geeignete ehrenamtliche Betreuer zu gewinnen, diese in ihre Aufgabe einzuführen und in ihrem sozialen Dienst fachlich zu begleiten.

In Zusammenarbeit mit den Betreuungsgerichten und der Betreuungsbehörde des Landratsamts leistet der Verein seinen Beitrag zur Erfüllung des Betreuungsrechts. Grundlage hierzu ist das seit dem Jahr 1992 geltende Betreuungsgesetzt (BTG).

Der SKM ist ein Zusammenschluss und eine Gemeinschaft von sozial engagierten Frauen und Männern, unabhängig von der Konfession. Er stärkt Menschen, für Andere diese wichtige Aufgabe der rechtlichen Betreuung wahrzunehmen. Er will, dass die Betreuten ihr Leben weiterhin nach eigenen Vorstellungen und Wünschen gestalten, auch wenn sie selbst für ihre Rechte und Interessen nicht mehr einstehen können.

Weitere Informationen gibt es unter www.skm-schwarzwald-baar.de

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