Während der neue Kindergarten in Langenbrand sichtbar wächst, geht es auch um die personellen Anforderungen. Foto: Stocker Foto: Schwarzwälder-Bote

Durch Gesetzesänderungen vier weitere Fachkräfte für neue Tagesstätte erforderlich

Von Steffi Stocker Schömberg. Mit der Kinderbetreuung in Schömberg hat sich der Verwaltungs- und Wirtschaftsausschuss befasst. Im Vorfeld des 2013 umzusetzenden Kindertagesbetreuungsgesetzes regelt eine überarbeitete Verordnung den Personalschlüssel.

"Sie sind allerdings erst verbindlich, wenn eine neue Betriebserlaubnis angefordert wird", beschwichtigte Evelyn Foerster. Soll heißen, so die Hauptamtsleiterin, in den bestehenden Einrichtungen muss vorerst nicht aufgestockt werden. Aber der Neubau in Langenbrand erfordert beim Betriebsstart die Anlehnung an die Verordnung des Landes. "Wenn wir dort mit zwei Kleinkindgruppen beginnen, sind vier Stellen mit Fachkräften zu besetzen", erklärte Evelyn Foerster. Zu rechnen sei mit zusätzlichen Kosten von 160 000 Euro jährlich. "Ein Großteil der Mehrkosten wird durch deutlich gestiegene Zuweisungen des Landes gedeckt", stellte sie fest.

"Die Bedarfsvorstellung soll als Grundlage für den im Haushaltsplan zu beratenden Stellenplan dienen", erläuterte Bürgermeisterin Bettina Mettler. Denn insgesamt solle in der Gemeinde die Personalausstattung stufenweise angehoben werden. Um auf den erforderlichen Stand zu kommen, hätte die Gemeinde bei Berücksichtigung aller Kriterien einen zusätzlichen Bedarf von insgesamt 4,33 Stellen. Diese würden mit einem zusätzlichen Aufwand von 175 000 Euro zu Buche schlagen. Zurzeit betreuen 31 Fachkräfte den Nachwuchs in Schömberg. Je drei Anerkennungspraktikanten und Aushilfen, vier Praktikanten sowie je eine Integrations- und Sprachförderungskraft, als auch ein Absolvent des Freiwilligen Sozialen Jahres unterstützen die Arbeit.

Die Leiterinnen der Kindergärten gaben dem Ausschuss einen Einblick ihrer Tagesabläufe und Aufgaben. Außerdem informierte Evelyn Foerster, dass für die Betreuung von Kindergartenkindern in den Sommerferien noch zehn der 20 Plätze frei sind.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: