Der Aussichtsturm ragt bereits in den Himmel. Auch die Rampen für die beiden Rutschen sind schon angebracht. Im Juni soll der Turm eröffnet werden. Foto: Krokauer Foto: Schwarzwälder Bote

Kommunales: Marina Moser, Leiterin der Touristik und Kur, blickt auf das vergangene Jahr zurück

Für den Tourismus ist das vergangene Jahr wegen Corona katastrophal gewesen. Schömberg ist aber noch vergleichsweise gut durch die Pandemie gekommen. Und dann gibt es ja noch den Aussichtsturm, der wohl Mitte oder Ende Juni eröffnet wird.

Schömberg. Diesen Zeitplan gab die Leiterin der Touristik und Kur (TuK), Marina Moser, in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates bekannt. Wegen der Pandemie ist die Zahl der Besucher aber zunächst begrenzt. Mit Blick auf die Eröffnung des Turmes ist die TuK jetzt mit einem Ticketsystem und einem Hygienekonzept beschäftigt, teilte Moser im Gremium mit. Bislang überarbeitete die TuK die Ortspläne und Tafeln. Für den barrierefreien Rundweg zum Aussichtsturm Himmelsglück ließ sie Infotafeln für die Stationen erstellen. Auch der Rundweg vom Höhenparkplatz zum Turm wurde beschildert. Jetzt gilt es, den Turm sowie die von den beiden Investoren Michael und Jürgen Wernecke geplanten zwei Rutschen zu vermarkten. Die Attraktionen sollen zusätzliche Gäste anlocken.

Kliniken für den Ort sehr wichtig

Im vergangenen Jahr litt Schömberg unter der Corona-Krise. Im Vergleich zu anderen vom Tourismus geprägte Kommunen kam Schömberg aber noch relativ glimpflich durch die Krise. So verzeichnete die Glücksgemeinde im vergangenen Jahr zwar nur knapp 164 000 Übernachtungen. Das waren knapp 24 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Im Vergleich dazu sank aber die Zahl der Übernachtungen im gesamten Landkreis Calw gegenüber 2019 um fast 31 Prozent. In ganz Baden-Württemberg waren es sogar 40 Prozent weniger. Die Krise zeigte, wie wichtig gerade die Kliniken für Schömberg sind.

Dabei begann das Jahr mit der Messe Caravan, Motor, Touristik (CMT) in Stuttgart noch normal. Dann folgte im März der Lockdown. Es waren keine Veranstaltungen mehr möglich. Aktionen wie zum Beispiel die Wildkräutertage wurden ins Netz verlegt. Im zweiten Halbjahr 2020 waren unter Auflagen wieder Veranstaltungen möglich.

Die Krise zeigte die Bedeutung eines zeitgemäßen Auftritts im Netz. Moser berichtete, dass die Website der Glücksgemeinde neu gestaltet wurde. Auch die Präsenz in Social Media wurde verbessert. Moser nannte als Beispiel die "Tipps für persönliche Glücksmomente".

Den durch die Pandemie hart getroffenen Betrieben griff die TuK unter die Arme, etwa durch Workshops und Werbekampagnen.

Förderantrag für Heilwald

Eine weitere Attraktion für den Klinik- und Gesundheitsstandort ist neben dem Turm der Kur- und Heilwald. Die Gemeinde reichte einen Förderantrag beim Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord ein. Moser berichtete, dass der Kur- und Heilwald als Pilotprojekt für eine Förderung vorgeschlagen worden sei. Sie rechnet mit einer Eröffnung des Heilwaldes Mitte November. Dazu soll es einen Kongress für Waldbaden und Gesundheit geben. Gedanken macht sich die TuK auch über die Gestaltung des Linden- und Wellenbadareals.

Am 25. Juni soll eine Ausstellung des Bildhauers René Dantes eröffnet werden. Im Kurpark sind dann zwölf bis 15 Skulpturen des Künstlers zu sehen. Abgesagt ist dagegen das Lindenplatzfest.

Bei der Aussprache im Gemeinderat lobten Vertreter aller Fraktionen die Arbeit der TuK. Gemeinderätin Ulrike Mayrhofer (CDU) bezeichnete den Heilwald als "einzigartig". "Die Kliniken haben uns ein Stück über den Berg gerettet", sagte sie zur relativ positiven Bilanz Schömbergs bei den Übernachtungen. "Der Erfolg wird kommen", zeigte sich UWV-Fraktionschef Gerold Kraft überzeugt. "Ich bin auch sehr zuversichtlich", ergänzte MUZ-Fraktionschefin Susanne Ring.

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