Kurt Umbeer Foto: Stocker Foto: Schwarzwälder-Bote

Nachruf: Kurt Umbeer im Alter von 82 Jahren verstorben / Arbeit in der Kommunalpolitik

Schömberg-Oberlengenhardt. Große Trauer in Schömberg: Kurt Umbeer ist tot. Der 82-jährige Seniorchef des Landgasthofs Ochsen in Oberlengenhardt verstarb am Montagabend.

Umbeer engagierte sich viele Jahre ehrenamtlich. Ab 1971 war Umbeer Gemeinderat in der damals noch selbstständigen Gemeinde Oberlengenhardt. Nach der Gebietsreform saß er von 1975 bis 1984 im Schömberger Gemeinderat sowie nach der Gemeindereform 1975 bis 1984 für die Gesamtgemeinde Schömberg. Parallel dazu engagierte er sich im Ortschaftsrat Oberlengenhardt. In seine Amtszeit fiel im Jahre 1976 der Bau des Wellenbades, das ein Meilenstein in der neuen touristischen Ausrichtung der Gemeinde war.

"Wir bedauern zutiefst den Tod von Herrn Kurt Umbeer. Wir verlieren mit ihm einen Menschen, der an der Entwicklung unserer Gemeinde maßgeblich beteiligt war. Unser Mitgefühl und Anteilnahme gilt seiner Frau und der Familie", zeigte sich Bürgermeister Matthias Leyn bestürzt.

Der Kochclub (KC) Nordschwarzwald verliert ein Mitglied der Neugründung 1974 und seinen langjährigen zweiten Vorsitzenden. "Das ist ein mehr als herber menschlicher Verlust", sagte KC-Vorsitzender Stephan Kapp, zumal nur sechs Tage vorher sein Schwiegersohn starb (wir berichteten). Umbeer habe eine maßgebliche Ära im Kochclub geprägt und speziell auch für junge Köche immer ein offenes Ohr gehabt. "Ich habe bei ihm gelernt und er war mein großes Idol, das über die Jahre hinweg ein guter Freund wurde", so Thomas Kling erschüttert. Kling ist Küchenchef im Hotel Therme Teinach. Umbeer, der nicht nur gelernter Koch, sondern auch ausgebildeter Metzger war, habe mit dem damaligen Bürgermeister Manfred Brugger 1982 verhindert, dass der Kochclub aufgelöst wurde. Er habe als zweiter Vorsitzender den Verein neu aufgebaut.

Einsatz für Azubis

Bis zuletzt war der Verstorbene ein Fan des Girrbach-Pokals, der seine Wurzeln im Oberlengenhardter Ochsen hatte und bei dem Jungköche sich dem Wettbewerb stellen. Sein Engagement für den Nachwuchs schlug sich nicht zuletzt in seiner Tätigkeit als IHK-Prüfer nieder. "Als Fachmann war er gefragt und nahm so manchem Prüfling die Nervosität", wusste Kling um das Wirken Umbeers, der die Lehrlinge immer in die Familie integrierte.

"Kurt Umbeer war ein Garant dafür, dass der Kochclub auch in schwierigen Zeiten nicht auseinanderbrach und viele seiner ehemaligen Auszubildenden nannten ihn respektvoll immer noch Chef, selbst als sie längst den Betrieb gewechselt hatten", sagte Karl Haaf, Vizepräsident im Verband der Köche Deutschlands. Wie Kling erinnert er sich gerne an die legendären Köchebälle im Kurhaus Schömberg, das Umbeer geraume Zeit parallel zum Ochsen betrieb. Seit Kindesbeinen war außerdem der Tauben-Sport ein Steckenpferd von Umbeer, wie Kling berichtete.

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