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Schömberg Pfarrer und Mitarbeiter entlastet

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Sie alle wollen ihren Teil beitragen zum Gelingen des Projekts "Verbundkirchengemeinde SOL": Kirchengemeinderäte mit Pfarrerin Dorothee Søvde (Erste von links vordere Reihe) und Johannes Luithle (Zweiter von rechts hintere Reihe). Foto: Tröger Foto: Schwarzwälder Bote

Im kirchlichen Leben des Heilklimatischen Kurortes Schömberg sind jetzt die Weichen neu gestellt worden.

Schömberg-Oberlengenhardt-Langenbrand. Seit dem 1. Januar sind die Kirchengemeinden des Hauptortes Schömberg und der Ortsteile Oberlengenhardt und Lan­genbrand unter dem gemeinsamen Dach mit Namen "Verbundkirchengemeinde Schömberg-Oberlengenhardt-Langenbrand" rechtlich und organisatorisch zusammengeschlossen. Mit einem Gottesdienst und Festakt im Kurhaus Schömberg wurde dieser Start mit rund 200 Besuchern feierlich begangen. Gleichzeitig markierte der Gottesdienst den Abschluss der Internationalen Gebetswoche 2018 der Evangelischen Allianz unter dem Motto "Als Pilger und Fremde unterwegs". Karlheinz Walz (Vorsitzender des Kirchengemeinderats Langenbrand) schlüpfte in die Rolle eines Pilgers mit Rucksack und Stab, der vom Jakobsweg zurückkommt. Er erzählte Daniela Preußer, der Vorsitzenden des Kirchengemeinderats der vor einem Jahr gegründeten Verbundkirchengemeinde Schwarzenberg-Bieselsberg, von seinen Eindrücken. Gemeinsam ließen sie die Gebetstage in den einzelnen Ortschaften und die Bezüge zu einer Pilgerreise Revue passieren. Sie spannen den Bogen zur Reise, auf die sich die drei bisher eigenständigen Kirchengemeinden heute als künftige Verbundkirchengemeinde machen.

Strukturelle Veränderungen nötig

Diese formelle Körperschaft des öffentlichen Rechts ist vergleichbar einer Verwaltungsgemeinschaft auf der Ebene der politischen Gemeinden. Die demografische Entwicklung, die Wiederbesetzung der seit 1. Januar vakanten 100-Prozent-Pfarrstelle für Schömberg und Oberlengenhardt sowie die Organisation und Verwaltung in den drei Teilorten riefen nach strukturellen Veränderungen. So werden nun Aufgaben wie Haushaltsplan, Kirchenpflege und Personal unter Beibehaltung der einzelnen Kirchengemeinden zusammengeführt. Vermögen und Gebäude bleiben weiterhin getrennt. Dies entlastet Pfarrer und Mitarbeiter deutlich. "Heute kommt zusammen, was auch zusammengehört," sagte Johannes Luithle, bis Ende 2017 Pfarrer in Schömberg und jetzt Direktor der Liebenzeller Mission, zu Beginn seiner Predigt. Luithle hat den Prozess zur Bildung der Verbundkirchengemeinde mit angestoßen.

Die Lesung aus Hebräer 11 beschreibt, dass Abraham auf Geheiß Gottes loszieht in ein fremdes Land. "Er zieht los, weil er eine große Vision vor Augen hat", so Luithle. "Wenn ihr drei Gemeinden jetzt gemeinsam loszieht, zieht ebenfalls mit einer großen Vision los und in der Gewissheit, dass ihr den Weg in der Gegenwart Gottes geht."

Nach dem Gottesdienst wurde Reinhold Burgbacher vom ersten Vorsitzenden des Kirchengemeinderates der neuen Verbundkirche und Pfarrerin Dorothee Søvde (sie hat die 50-Prozent-Pfarrstelle in Langenbrand inne) für 40 Jahre ehrenamtlichen Dienst als Kirchengemeinderat in Langenbrand mit Urkunde und kulinarischem Gutschein geehrt. "Wir hauen heute auch auf die Pauke mit der Bekanntmachung, dass wir Verbundkirche sind", freute sich Brandl zu Beginn seiner Ansprache nach einem Zwischenspiel des Schömberger Kammer Consort aus Flöten, E-Piano und Trommel.

"Ich bin überzeugt, der Weg wird von Erfolg gekrönt sein", sagte Bürgermeister Matthias Leyn. Er sprach seine Anerkennung für die mutige, nicht einfache, aber richtige und zukunftsorientierte Entscheidung aus. Daniela Preußer wünschte den Glaubensgeschwistern Weitblick, Tiefblick und Ausblick für ihre Arbeit und in der Gemeinschaft.

Der Langenbrander Ortsvorsteher Siegfried Wankmüller gab einen Einblick in die 500-jährige wechselvolle Kirchengeschichte des Ortsteils und hätte "LaSchömO" oder "SchömOLa" viel schöner gefunden als Name für die neue Einheit als das kurze "SOL".

Den Gottesdienst feierlich umrahmt hat unter der Leitung von Andrea Fisel ein gemeinsamer Posaunenchor aus Schömberger Bläsern und ihren Freunden des Bläserchors der evangelisch-methodistischen Kirche in Calw-Stammheim. Nach dem offiziellen Teil gab es Kartoffelsuppe für alle und die angeregten Gespräche fanden bei Kaffee und Kuchen ihre Fortsetzung.

 
 

Ihre Redaktion vor Ort Calw

Ralf Klormann

Fax: 07051 20077

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