Der neue Windpark soll Ende 2018 mit fünf neuen Anlagen in Betrieb gehen. Spätestens dann wird die derzeit bestehende Anlage abgeschaltet und abgerissen. Foto: Kugel

Anlage auf Langenbrander Höhe wird durch neue ersetzt. Gutachten zum Naturschutz fast abgeschlossen.

Schömberg - Die BayWa renewable energy (r.e.) und die Prowind KG sind sich bezüglich der bestehenden Windkraftanlage auf der Lan­genbrander Höhe einig geworden.

Beide Seiten hätten eine bindende Vereinbarung unterzeichnet, teilte Felix Gmelin, bei der BayWa r.e. zuständig für die Unternehmenskommunikation, dem Schwarzwälder Boten mit. Die Altanlage werde spätestens mit der Inbetriebnahme der fünf neuen Anlagen auf der Langenbrander Höhe abgeschaltet und abgerissen.

Gutachten sind fast fertig

"Damit ist ein gleichzeitiger Betrieb der 75 Meter hohen Altanlage vom Typ Seewind 52 und den geplanten, modernen Anlagen ausgeschlossen", machte Gmelin deutlich. Die Bestandsanlage verbleibe im Besitz der Prowind KG, war von ihm weiter zu erfahren. Die neuen Anlagen sollen Ende 2018 in Betrieb gehen. Mit den Bauarbeiten möchte die BayWa im ersten Halbjahr 2018 beginnen. Wie von Gmelin weiter zu erfahren war, sind die naturschutzfachlichen Untersuchungen abgeschlossen. "Die für den Genehmigungsantrag benötigten Gutachten sind fast fertig", fügte er hinzu. "Der Genehmigungsantrag für die Errichtung der Windenergieanlagen wird zeitnah bei der zuständigen Behörde eingereicht", ergänzte er.

Projektpartner der BayWa für das Vorhaben auf der Langenbrander Höhe ist der Forst. Der stellvertretende Bürgermeister von Schömberg, Joachim Zillinger, sagte auf Anfrage unserer Zeitung, dass es noch keinen Teilflächennutzungsplan zur Windkraft gibt. Zudem hat die Gemeinde Schömberg noch keinen Gestattungsvertrag über Windkraftanlagen mit der BayWa r.e. abgeschlossen.

60 000 Megawatt regenerativer Strom sollen pro Jahr einmal im Windpark auf der Lan­genbrander Höhe produziert werden.

ZAHL DES TAGES

(wk). Der geplante Windpark der BayWa r.e. auf der Langen­brander Höhe hat auf einer Fläche von rund 4500 Quadratmetern fünf Windenergieanlagen. Nach Angaben der BayWa liegt die Jahresproduktion des Parks bei rund 60 000 Megawatt regenerativen Stroms. Damit können mehr als 18 000 Zwei-Personen-Haushalte ein Jahr lang mit Energie versorgt werden. Im Jahr werden 30 000 Tonnen Kohlendioxid sowie 24 Kilogramm radioaktiver Abfall vermieden. Die BayWa r.e. bündelt als hundertprozentige Tochter der BayWa AG die Aktivitäten der Geschäftsfelder Solar-, Wind- und Bioenergie sowie Geothermie. Hauptsitz ist München. Die Firma hat mehr als 1200 Mitarbeiter.