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Schömberg Gemeinden müssen sich Windenergie stellen

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Das Land hat den festen Willen, den Anteil der Windenergie an der Stromerzeugung in den nächsten Jahren deutlich zu erhöhen. Diesem Vorhaben werden sich die Gemeinden in Baden-Württemberg stellen müssen. Foto: Archiv Foto: Schwarzwälder-Bote

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Von Andrea Fisel

Schömberg-Langenbrand. "Das Thema Windenergie ist in aller Munde", stellte Bürgermeisterin Bettina Mettler der Bürgerversammlung voraus, die sich im Bürgerhaus Langenbrand mit der zukünftigen Nutzung von Windenergie in der Gemeinde Schömberg befasste.

"Windenergie in Baden-Württemberg – Wohin geht die Reise?", lautete die Überschrift der Präsentation von Bruno Lorinser vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg. Das Land ist in Sachen Windenergie Schlusslicht, belegen Statistiken; doch das soll sich ändern. "Der derzeitige Anteil von 0,82 Prozent an der Bruttostromerzeugung in unserem Land soll bis ins Jahr 2020 auf zehn Prozent ansteigen", prognostizierte der Experte für regenerative Energien und rationelle Energieanwendung. "Dafür müssen 1200 zusätzliche Anlagen mit je drei Megawatt der heutigen Standardgröße gebaut werden." An der Änderung des Landesplanungsgesetzes werde mit Hochdruck gearbeitet, ließ Lorinser die Zuhörer in Langenbrand wissen. Darin werden die bisherigen Vorrangflächen neu geregelt.

Einen Blick auf die Windenergie aus der Sicht der Region Nordschwarzwald gab Verbandsdirektor Dirk Büscher: "Wir können nicht mehr ›Nein‹ sagen, denn in unserer Region schlummern Potenziale!" Ganz deutlich hob Büscher hervor, dass die Weichen für den Ausbau der Windenergie bereits politisch gestellt seien. "Wenn die Gemeinde jetzt sagt, ich stecke den Kopf in den Sand, dann hat sie keine Möglichkeiten mehr, planerisch mitzuwirken", führte der Verbandsdirektor den Zuhörern vor Augen.

Im Fall Schömberg ist die Langenbrander Höhe als wirtschaftlich interessante, windhöffig geeignete Vorrangfläche festgelegt.

Die Charlottenhöhe im Bereich Hengstberg ist zwar sowohl im Flächennutzungsplan von 2003, als auch im aktuellen Windatlas ebenfalls erfasst, bietet aber im Vergleich zu erstgenanntem Standort weniger gute Voraussetzungen.

Wenn eine Gemeinde in ihrem Flächennutzungsplan keine geeigneten Gebiete für eine Windkraftanlage vorsehe, bekomme sie entweder eine Entscheidung "von oben" vorgesetzt oder aber es könnten überall dort Windräder stehen, wo die Bedingungen dafür erfüllt seien, mahnte auch der leitende Baudirektor des Landratsamtes Calw, Ernst Ammer: "Eine gezielte, rein negative Verhinderungsplanung ist gesetzlich nicht mehr zulässig!"

Ganz klar schien diese Tatsache jedoch nicht allen Teilnehmern an der Versammlung zu sein, wie sich in der anschließenden Fragestunde herausstellte. Bedenken wegen Lärmbelästigung, Sicherheitsüberprüfungen oder Kosten konnten die drei Vertreter von wpd, einer der vier möglichen Vertragspartner, detailliert und fachlich fundiert ausräumen.

Fragen zu naturschutzrechtlichen Belangen, Windhöffigkeit oder wirtschaftlichem Nutzen würden eingehend geprüft, sobald die Entscheidung für einen Standort gefallen sei oder ein Windpark-Betreiber eine Plansicherheit erhielte, wurde von den Fachleuten versichert.

Was Wohnqualität, Ästhetik oder finanzielle Nutzen anbelangt, fließen allerdings auch subjektive Empfindungen ein. Diese müssten jedoch zugunsten der Allgemeinheit in den Hintergrund treten müssen.

"Es geht hier nicht um ob oder ob nicht, sondern um wie und wo; mit diesen Entscheidungen wird sich der Gemeinderat nach dieser Veranstaltung eingehend und gewissenhaft befassen", kündigte Bürgermeisterin Mettler den Zuhörern an.

 
 

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