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Schömberg Erscheinungsbild eines Ortes am wichtigsten

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Derzeit wird in Schömberg kontrovers diskutiert, welche Prioritäten gesetzt werden sollen. Foto: Fritsch Foto: Schwarzwälder Bote

Die Pläne des Gemeinderates für einen Turm entzweit in Schömberg die Bevölkerung. Stadtmarketing-Experte Christian Klotz aus Bad Reichenhall hat eine klare Meinung. Das Erscheinungsbild eines Ortes sei am wichtigsten.

Schömberg. Klotz, der im bayerischen Bad Reichenhall wohnt, hatte im Jahre 2012 den Heilklimatischen Luftkurort im Nordschwarzwald besucht und auf Mängel aufmerksam gemacht.

Als Beispiel für eine positive Entwicklung im Tourismus sieht Klotz Österreich. Deutschlands Nachbarn investierten viel in die Qualität und würden sich dies entsprechend bezahlen lassen: "Es gibt nur noch Vier- und Fünf-Sterne-Hotels." Unterhalb dieser Kategorien werde eine eigene Schiene gefahren, die noch nicht genau definiert sei. Hier sollen junge, sportliche Leute aus der Großstadt angesprochen werden, die viel Zeit und Geld für besondere Aktivitäten hätten. Für diese Angebote würden Höchstpreise gefordert.

Höchstpreise in Südtirol

Noch viel konsequenter als in Österreich werde in Südtirol dieses Konzept verwirklicht, so Klotz. Dort würden Höchstpreise gefordert. Die Anbieter hätten eine sensationelle Auslastung. Neben Top-Hotels besitze Südtirol inzwischen eine hochwertige Mischung aus Einzelhandel und Gastronomie. Das Preisniveau sei doppelt so hoch wie in Österreich. Bei Deutschlands südlichem Nachbarn wiederum liege es 30 bis 40 Prozent über dem von Bayern, rechnet der Bad Reichenhaller vor.

Bei gleicher Qualität verlangten die Südtiroler mindestens doppelt so viel wie die Bayern: "Die Hotels in Südtirol sind auf Monate ausgelastet bei höchstem Preis und höchster Qualität."

Regionale Angebote

Und worin liegen die Gründe? "Die Südtiroler leben von einer unglaublichen Aufwertung ihrer Innenstädte sowohl im Einzelhandel als auch in der Gastronomie", sagt Klotz. Sie würden überhaupt keine Leerstände kennen. "Die Billigschiene wird im Gegensatz zu Deutschland überhaupt nicht angeboten", macht der Stadtmarketingexperte deutlich. In Südtirols Innenstädten werde jedes Haus renoviert und jedes Schaufenster neu beleuchtet und inszeniert.

Die Straßengastronomie besteche mit regionalen Angeboten und einer hochwertigen Möblierung, so Klotz. Die Innenstädte würden dadurch zu Erlebnis- und Kommunikationsräumen. Die Anbieter verdienten damit richtig gutes Geld. Es werde viel Geld in touristische "Highlights" wie zum Beispiel Thermalbäder sowie schöne Garten- und Parkanlagen mit einem "tollen Live-Musik-Angebot und toller Erlebnisgastronomie" gesteckt, hat Klotz beobachtet. In Südtirol gebe es wunderbare Wasserpromenaden mit ihrer Verbindung von Wasser, Licht und Pflanzen. Darüber hinaus werde in modern ausgestattete Museen investiert.

Das Fazit von Klotz: Zunächst müsse in das Erscheinungsbild eines Ortes investiert werden. Dann gelte es, das Angebot des Einzelhandels und der Gastronomie aufzuwerten. Wenn alles andere tipptopp sei, mache auch ein Aussichtsturm Sinn, sagte Klotz abschließend.

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