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Schömberg Der Verantwortung nicht entziehen

Von
André Dieringer, Bürgermeister Matthias Leyn, Sozialdezernent Norbert Weiser, Landrat Helmut Riegger, sein Stellvertreter Frank Wiehe sowie Ralf Bühler (von links) standen dem Publikum Rede und Antwort. Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Steffi Stocker

Beinahe 400 Interessierte ließen sich die Informationsveranstaltung im Kurhaus zur Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge nicht entgehen. Ab März sollen 125 Personen in die noch umzubauenden Räume des Hotels Mönch’s Lamm einziehen.

Schömberg. "Das Thema betrifft uns alle und ist nun endgültig auch in Schömberg angekommen", stellte Bürgermeister Matthias Leyn einleitend fest. Er verhehlte seine Betroffenheit angesichts der dramatischen Bilder über die Flucht von Menschen aus ihrer Heimat nicht. "Wir können uns der Verantwortung nicht entziehen und es entspricht unseren Wertvorstellungen, Menschen in Not zu helfen", bekräftigte Leyn die Zustimmung des Gemeinderats. Der Bürgermeister warb um konstruktive Mitwirkung und zollte in diesem Zusammenhang den engagierten Ehrenamtlichen im Arbeitskreis Asyl in Schömberg Anerkennung und Dankbarkeit. Gleichzeitig stellte er fest, dass es nicht verwerflich sei, Ängste zu haben, für die es ebenfalls offene Ohren gibt. "Wir nehmen sie ernst und bitten darum, ohne Voreingenommenheit den Menschen zu begegnen. Vielleicht finden sie ja einen Weg, sich einzubringen", sagte Leyn.

Keine Auffälligkeiten

Mit Befürchtungen und Fragen sei die Schömberger Bevölkerung nicht alleine, berichtete Landrat Helmut Riegger von Erfahrungen in zahlreichen Gemeinden. "Wir wissen darum, gerade auch nach den Vorkommnissen in der Silvesternacht in Köln, haben aber bisher keine Auffälligkeiten in den Unterkünften unseres Kreises oder seitens der Asylbewerber", sagte er. Nur wenige Stunden zuvor war mit der Polizei ein Fünf-Punkte-Plan eingeführt worden (wir berichteten). "Mit einer Broschüre formulieren wir außerdem unsere Erwartungen an die Flüchtlinge für ihr Verhalten und den Umgang miteinander", verwies Riegger auf die gebündelten Hinweise. Bis Ende des Jahres rechne der Landkreis mit rund 5000 Asylbewerbern und habe für die Bewältigung der Aufgabe dieses staatlichen Auftrags auch personell von drei auf heute 60 Mitarbeiter für den Bereich aufgestockt. "Ich bin stolz darauf, dass wir der humanitären Verpflichtung bisher ohne Hallenbelegungen oder Zelte nachkommen können", sagte der Landrat, zumal meist am Vortag die Ankunft von Flüchtlingen angekündigt werde. Er sicherte ehrlichen und transparenten Informationsfluss zu. "Wir haben keine Zeit und brauchen Bestandsgebäude", resümierte deshalb der Erste Landesbeamte Frank Wiehe. Er erläuterte den Besuchern den Verteilerschlüssel, demzufolge Schömberg bis Jahresende 190 Personen zugeteilt werden. Derzeit kämen vorrangig Familien im Landkreis an. Es werde eine sozial verträgliche Belegung der Unterkünfte vorgenommen.

"Durch Sozialdienst, Hausmeister und Sicherheitsdienst wird eine engmaschige Betreuung sichergestellt", beteuerte Sozialdezernent des Landkreises, Norbert Weiser. Zudem seien die Sozialpädagogen auch Ansprechpartner für die Nachbarschaft und das Umfeld der Gemeinschaftsunterkunft. Ein gemeinsames Gespräch kündigte Ralf Bühler vom Sozialdienst auf Anfrage von Christina Link an. Darüber hinaus waren die Platzverhältnisse im Hotel Mönch’s Lamm, mögliche Konfliktbeseitigungen sowie Gewährleistung von Sicherheit Inhalte der Fragen aus der Bevölkerung. "Die Charlottenhöhe ist in Privatbesitz und der Landkreis hat aufgrund des Zustandes das Wohnrecht entzogen", antwortete Leyn beispielsweise auf den Alternativvorschlag von Karl-Heinz Kusterer.

Kontakte aufbauen

"Die Ehrenamtlichen sind ausdrücklich bereit, auch in der Gemeinschaftsunterkunft zu unterstützen, und ich lade alle ein, Kontakt zu suchen, um die Asylbewerber kennenzulernen", berichtete Gabriele Freimüller von den Aktivitäten des ortsansässigen Arbeitskreises, den sie koordiniert. Durch vielseitige Workshops und Hilfestellungen sei ein vertrauensvolles Verhältnis zu den bereits in Schömberg wohnenden Flüchtlingen entstanden. Der Umbau des Hotels startet in der kommenden Woche, wie André Dieringer zu Protokoll gab.

 
 

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