Der Fund zweier Leichen sorgte am Montagabend in Furtwangen für Aufsehen. Es handelt sich um ein Ehepaar, das von einem Angehörigen in deren Wohnung tot aufgefunden wurde. Der Angehörige alarmierte die Rettungskräfte.
Wegen eines ersten Verdachts auf Gas wurde von der Polizei der Einsatzort zuerst großräumig abgesperrt, Baumann- und Wilhelmstraße waren deshalb zwischen 16.45 und 18.15 für Autoverkehr und Fußgänger nicht passierbar.
Die Gefahr von Gasaustritt oder Kohlenmonoxid konnte aber im Lauf der Ermittlungen ausgeschlossen werden, informiert Fabian Herkommer von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Konstanz. So konnte die Sperrung im Lauf des Abends wieder aufgehoben werden.
An was nun der Mann (47 Jahre) und seine Frau (48 Jahre) verstorben sind, ist laut Herkommer noch Gegenstand der Ermittlungen. Es gebe jedoch keine Hinweise auf eine „Fremdverursachung“ oder eine „technische Ursache“.
Zwei minderjährige Kinder jetzt Waisen
Für die Angehörigen und Freunde des Paares muss es ein Schock gewesen sein. So waren Personen mit Tränen in den Augen zu sehen, die an einer der Absperrung standen und nach einiger Zeit auch von der Polizei durchgelassen wurden in Richtung Einsatzort.
Wie von Herkommer weiter zu erfahren ist, bewohnte die Familie eine Erdgeschosswohnung in einem Mehrfamilienhaus. Das verstorbene Ehepaar habe vier Kinder im Alter zwischen zehn und 26 Jahren. Was mit den beiden minderjährigen Kindern im Alter von zehn und 13 Jahren geschehe, werde das Jugendamt noch am selben Abend abklären. Die Wohnung könne erst wieder freigegeben werden, wenn die Kriminalpolizei ihre Ermittlungen vor Ort abgeschlossen habe.
Im Einsatz waren neben der Kriminalpolizei auch zwei Polizeistreifen aus St. Georgen, außerdem die Feuerwehr Furtwangen sowie Rettungsdienst und Notarzt.
Wer Hilfe sucht, auch als Angehöriger, findet sie bei der Telefonseelsorge unter 0800/1110111 oder 0800/1110222 und unter https://www.telefonseelsorge.de. Eine Liste mit Hilfsangeboten findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention: https://www.suizidprophylaxe.de.
Hinweis der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels hatten wir die Straße genannt, in welcher die zwei Toten gefunden wurden. Aus Rücksicht auf die Angehörigen haben wir den Namen nachträglich entfernt.