Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Schenkenzell Krach aus Blockhütte sorgt bei Anwohnern für ordentlich Ärger

Von
Zahlreiche Bürger sind in der Sitzung des Gemeinderats zugegen – einige wollen ihrem Ärger Luft machen.Foto: Herzog Foto: Schwarzwälder Bote

Schenkenzell. Im Bereich des Langenbach- und Stockhofwegs brodelt es bei den Anliegern. Weil sie den Lärm und Krach von ausgelassenen Partys nicht mehr länger ertragen (wollen), wurden sie in der Gemeinderatssitzung vorstellig. In der Einwohnerfragestunde der Ratssitzung richtete Michael Hagnberger an Bürgermeister Bernd Heinzelmann konkret die Frage: "Was tut die Gemeinde, damit wir am Wochenende ab 22 Uhr wieder ruhig schlafen können?"

Wie es sich in der folgenden Schilderung von Hagnberger und Cornelia Killgus herausstellte, sehen sich die Anwohner des Langenbach- und Stockhofwegs schon seit rund drei Jahren durch feiernde Gruppen in dem benachbarten Schwarzwald-Blockhaus in ihrer nächtlichen Ruhe empfindlich gestört. Da der Eigentümer aufgrund der Corona-Pandemie seit diesem Frühjahr die Räumlichkeiten verstärkt an Gruppen vermiete, die Junggesellenabschiede feierten und die manchmal schon am Mittwochabend losgehen sollen, habe die Lärmbelästigung deutlich an Stärke zugenommen.

"Richtige Partymeile"

Die in direkter Nachbarschaft zur Holzhütte wohnende Karin Schmidtke erinnerte den Bürgermeister daran, dass diese Nutzung damals im Bauantrag nicht aufgeführt worden sei. Sie hätte als Angrenzerin nie dafür unterschrieben. "Jedes Wochenende findet in dem Blockhaus ein ›Drecksauenfest‹ statt, in jüngster Zeit auch im ehemaligen Gasthaus Schlösslestube. Da entsteht dann eine richtige Partymeile, Leute übergeben sich vor Kindern auf der Straße und sind laut", empörte sich Schmidtke. Sie sei da mal hoch gegangen und habe mit den jungen Leuten geredet. Teilweise seien sie einsichtig gewesen, aber nicht für lange.

Anina Lehmann klagte, man hätte schon viel früher energischer gegen das Dilemma angehen sollen. Der Vermieter halte sich nicht an Abmachungen. Er habe bereits im vergangenen Jahr zugesichert, dass das aufhöre. Aber dieses Jahr sei es noch schlimmer geworden, beschwerte sich die Frau. Anliegerin Ute Hagnberger sah die Lösung nur darin, "wenn der Vermieter gepackt wird".

In ständigem Dialog

Bürgermeister Heinzelmann räumte ein, wegen des Lärms vermehrt Anrufe von Anwohnern erhalten zu haben. Es seien auch gegen die verursachenden Gruppen Bußgeldbescheide eingeleitet worden. Allerdings könne er nicht versprechen, dass die Lärmbelästigung sofort aufhöre. Die Beweislage sei schwierig, wenn die Polizei gerufen werde und es ruhig sei. Mit dem Vermieter stehe die Verwaltung seit Längerem in ständigem Dialog und die Argumente würden ausgetauscht. Gegen das Geschäftsmodell könne kaum vorgegangen werden.

Eine Zeit lang sei es coronabedingt besser geworden, aber jüngst hätten die Beschwerden wegen zu lauter Partys in der Nacht wieder zugenommen. Deshalb sei dem Vermieter auch schriftlich eine bußgeldrechtliche Maßnahme angedroht worden. Heinzelmann hofft, dass es zu einer baldigen Lösung des Problems kommt. "Die Dringlichkeit ist bei der Verwaltung angekommen. Wir wollen die Verursacher belangen, können aber nicht alle Besucher der Blockhütte verurteilen, weil auch Seminare und Yoga-Kurse dort stattfinden", bat der Bürgermeister um Verständnis und darum, sich bei neuen Vorkommnissen umgehend im Rathaus zu melden.

Artikel bewerten
12
loading

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.