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SBFV-Verbandstag Kaum Hoffnung für zweitplatzierte Teams

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Trainer und Funktionäre aus der Fußballregion gehen vor dem außerordentlichen Verbandstag vom Abbruch der Saison zum 30. Juni aus. Foto: Pixabay/AnnRos

Der Tag der Wahrheit ist gekommen! Am Samstag entscheiden 232 stimmberechtigte Delegierte beim außerordentlichen und virtuellen Verbandstag des Südbadischen Fußballverbandes (SBFV), ob die Saison zum 30. Juni 2020 abgebrochen wird.

Zudem wird am Abend feststehen, wie es in Sachen Pokal-Wettbewerbe weitergeht und ob eventuell doch auch zweitplatzierte Mannschaften aufsteigen dürfen. Wir hörten uns zuvor bei Trainern und Funktionären aus der Region um. Bei einige Teams gibt es zudem personelle Veränderungen.

Ab 11 Uhr kann der Verbandstag hier im Livestream verfolgt werden:

FC Schonach

Reinhold Herr, der Vorsitzende des FC Schonach, meint: "Allen gerecht zu werden, ist schlichtweg unmöglich. Den jetzt zu entscheidenden Vorschlag, dass der Tabellenerste aufsteigt und es keine Absteiger gibt, finde ich nicht nur aus unserer Situation gut. Den Antrag der zweitplatzierten Mannschaften kann ich durchaus nachvollziehen, dies würde aber die einzelnen Ligen zu stark vergrößern. Gerade die Schwarzwälder Vereine müssen bedingt durch den Winter jetzt schon alles einsetzen, um termingerecht die Spiele durchführen zu können. Was die finanzielle Angelegenheit betrifft, ist das schon eine grausige Situation. Dennoch denken wir positiv." So sieht es auch Jürgen Schmidt, der Spielausschussvorsitzende des Landesligisten. "Ich gehe davon aus, dass der Antrag auf Abbruch der Saison durchkommt. Dass die Situation nicht für alle fair ist, ist logisch. Bei uns sieht es derzeit so aus, dass die erste und zweite Mannschaft einmal pro Woche getrennt voneinander trainieren. Wir hoffen alle auf den Tag, an dem wieder normal Fußball gespielt werden kann."

FC Furtwangen

Sebastian Stumpp, der Vorsitzende des Landesligisten, hat eine klare Meinung. "Wir sehen die Anträge der Tabellenzweiten eher skeptisch. Vor dem Hintergrund, dass noch nicht absehbar ist, wann wieder richtig Fußball gespielt werden kann, kann es durch die Vergrößerung der Staffeln zu erheblichen terminlichen Problem kommen. Wir sollten die Belastung im Amateurfußball nicht überstrapazieren." Die Furtwanger trainieren derzeit im Rahmen der Vorgaben. "Man merkt den Jungs die Freude auf dem Platz an", so Stumpp.

TuS Bonndorf

Björn Schlageter, der Coach des Bezirksligisten TuS Bonndorf, meint: "Ein Abbruch ist die sinnvollste Lösung, die in dieser Situation beschlossen werden kann. Eine Fortsetzung der Runde könnte ich mir derzeit nicht vorstellen. Ich verstehe aber, dass der Antrag von zweitplatzierten Vereinen in Sachen Aufstieg gestellt wird. Ob dieser letztlich durchgeht, steht auf einem anderen Blatt." Zum Kader für die neue Runde sagt der TuS-Übungsleiter: "Unser Team bleibt zusammen. Wir haben keine Abgänge. Wir werden aber schauen, ob wir noch ein bis zwei Spieler holen, die uns auf bestimmten Positionen helfen können. Die Gespräche dazu laufen bereits."

FC Pfaffenweiler

Ähnlich sieht es Patrick Anders, der Trainer des Bezirksligisten FC Pfaffenweiler: "Die aktuelle Empfehlung finde ich die fairste und die beste Lösung, denn bei einer Fortsetzung der Runde wird man die Saison nicht im gewohnten Rahmen abschließen können. Für mich ist es in Ordnung, dass die Tabellenersten aufsteigen." Auf jeden Fall wird es in Pfaffenweiler zur neuen Runde personelle Veränderungen geben. "Zwei Spieler werden zu anderen Vereinen wechseln. Das sind Luca Pantel, der zum FC Holzhausen geht, und Mike Tabler, der zum FC Bad Dürrheim wechselt. Darauf wollen wir reagieren und noch neue Spieler verpflichten. Es werden wohl vier Neuzugänge kommen."

SV Geisingen

Stefan Pröhl, der Coach des Bezirksligisten SV Geisingen, betont: "Ein Abbruch der Runde wäre für mich in Ordnung, auch wenn diese Entscheidung dann mehr Verlierer als Sieger ergeben würde. Der FV Marbach hat als konstantestes Team den Aufstieg verdient. Für mich ist es nachvollziehbar, dass auch die Tabellenzweiten nach oben wollen. Aus Sicht der Ligen wäre dies aber wohl nicht ohne Absteiger machbar. Als Achter hatten wir ja auch noch Chancen auf Platz zwei." Auch in Geisingen wird es neue Gesichter geben. "Mit Bernard Suker und Antonio Zubcic haben wir zwei Abgänge. Neu im Kader sind Dominik Herfort, der nach einer einjährigen Pause zurückkehrt, sowie Juniorenspieler Florian Kreuzer. Vielleicht können wir noch externe Zugänge verpflichten."

SG Vöhrenbach

Franz Ratz, der Trainer der SG Vöhrenbach/Hammereisenbach (Kreisliga A1), sagt: "Persönlich würde ich es gut finden, die Saison im Amateurbereich abzubrechen, aber alles sollte auf Null gestellt werden. Für mich würde dies auch heißen, dass es weder sportliche Absteiger noch sportliche Aufsteiger geben sollte. So könnte es, wenn es die Corona-Pandemie zulässt, im Herbst bei Null wieder losgehen." Bei der SG wird sich in Sachen Kader "wenig verändern".

SV Aasen

Axel Schweizer, der Coach des Bezirksligisten SV Aasen, meint: "Für die Planungssicherheit wäre es die richtige Entscheidung, die Runde abzubrechen. Auch wenn die Lockerungen durch die Politik weiter vorangehen, ist noch nicht klar, dass die neue Runde im Herbst starten wird. In Bayern wird die derzeitige Runde ja im Herbst fortgesetzt, aber was in Baden-Württemberg angestrebt wird, sehe ich als sinnvoller an. Sportlich kann ich den Antrag einiger Zweitligisten ein Stück weit nachvollziehen. Gibt es aber noch mehr Teams für die jeweiligen Ligen, ist die kommende Runde nur schwer durchführbar." Beim SV Aasen wird es keine Abgänge geben. "Drei starke Spieler aus den A-Junioren werden zu den Aktiven stoßen", freut sich der Coach, der zudem externe Zugänge erwartet.

FC Tannheim

Für Franco De Rosa, der Trainer des A1-Ligisten FC Tannheim, gibt es noch viele Fragezeichen. "Kann aber die neue Runde bei uns im September wieder gestartet werden, würde ich einen Abbruch befürworten. In der Frage, ob auch Zweitplatzierte aufsteigen sollen, bin ich zwiegespalten." Bis auf einen Abgang bleibt das Team zusammen. "Weitere externe Neuzugänge sind nicht geplant, da wir ja schon in der Winterpause einige Zugänge hatten", betont Coach Franco De Rosa.

SV Öfingen

Jörg Kienast, der Coach des A2-Ligisten, befürwortet einen Abbruch der Runde. "Denn der Verband hat sich diese Empfehlung nicht einfach gemacht. Richtig ist für mich auch, dass es nur Aufsteiger geben soll. Ich kann aber verstehen, dass dieser Antrag von Zweitligisten gestellt wurde. Aber auch die Dritt- und Viertplatzierten, die noch gute Chancen auf die beiden ersten Plätze hatten, könnten dann Anträge stellen. Insgesamt hätte dies noch mehr Spiele und noch mehr Absteiger zum Saisonende zur Folge. Es ist schwierig." Der Kader der Öfinger wird zusammenbleiben. "Es ist noch offen, ob es externe Neuzugänge gibt", blickt Kienast voraus.

SV Immendingen

Ralf Ressel, der Trainer des A2-Ligisten, meint: "Es würde keinen Sinn machen, die Saison fortzusetzen, denn ein richtiges Training ist derzeit nicht machbar. Ich kann die Zweitplatzierten gut verstehen. Auf der anderen Seite würde es schwierig werden, eine Saison in noch größeren Ligen durchzuführen." In Immendingen wird es in Sachen Kader keine großen Veränderungen geben. Einige Junioren sollen aufrücken, mit möglichen externen Neuen laufen Gespräche.

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