Im Flur des ehemaligen Klosters stehen nummerierte Steinplatten des Flurs. Foto: Regina Günzel

Die Binsdorfer Kirchengemeinde St. Markus plant für den 28. April wieder ein „Baustellen-Event“.

Früher war das „Markusheim“, der Saal des ehemaligen Dominikanerinnen-Klosters, ein Mittelpunkt des Gemeinschaftslebens im 1000-Einwohner-Ort Binsdorf. Außerdem war die Narrenzunft darin untergebracht, Räume würden für die kirchliche Jugendarbeit genutzt und nicht zuletzt das Pfarrbüro hatte dort Platz.

 

Das ist vorbei: Seit Juni 2021 wird das denkmalgeschützte Gebäude aufwändig renoviert. Unter den Einheimischen gibt es viele Wünsche und Hoffnungen für die Zukunft, wenn die Sanierung des Klosters abgeschlossen sein wird. Die Ungewissheit über das weitere Vorgehen frustriert einige.

Einheimische haben viele Wünsche und Hoffnungen

Denn in ganz Binsdorf fehlt ein Versammlungs- und Festraum, wie es das Markusheim früher gewesen ist. Aktivitäten und Treffen wie einst sind momentan nicht möglich – das vermissen nicht nur kirchliche Gruppen.

Die Kirchengemeinde hofft auch deshalb, dass trotz der bislang offenen, künftigen Nutzung des Obergeschosses der Konventsaal im Erdgeschoss in den nächsten Bauabschnitt aufgenommen wird. Ein restaurierter Saal samt Küche und Toiletten wäre für Veranstaltungen wichtig.

Konventssaal soll im nächsten Bauabschnitt restauriert werden

Inzwischen ist im gesamten Flur des Erdgeschosses der überwiegend historische Steinboden wieder verlegt. Die Raufasertapeten sind entfernt und die ursprünglichen Wände freigelegt.

Mehr dazu, wie es im ehemaligen Kloster weitergeht, will die Diözese Rottenburg-Stuttgart bei einem Pressegespräch in der kommenden Woche vermitteln.

Veranstaltung am Patroziniumstag

Die Kirchengemeinde will ihre Mitglieder ebenfalls auf den aktuellen Stand bringen: Dafür plant sie am Patroziniumstag, dem 28. April, wieder ein „Baustellen-Event“.

Nach der Messe ab 9 Uhr soll im Markusheim bei Kaffee und Kuchen gefeiert werden. Das bietet den Binsdorfer Katholiken und allen Interessierten eine Möglichkeit zum Austausch.