Die Beihinger „Sandsackbühne“ hat ihr Publikum mit der ersten Aufführung des Dreiakters „Außer Spesen nichts gewesen“ restlos begeistert. Weitere Darbietungen folgen.
Eine heiße Nummer hat die Theatergruppe „Sandsackbühne“ des VfR Beihingen mit der Komödie „Außer Spesen nichts gewesen“ abgeliefert. Der turbulente und bisweilen frivole Dreiakter aus der Feder von Bernd Gombold traf den Geschmack des Publikums bei der ersten Aufführung in der Beihinger Turn- und Festhalle. Und wird sicherlich auch bei der zweiten Aufführung, für die noch Restkarten erhältlich sind, am Freitag, 5. Januar, ab 19 Uhr, (Einlass ab 18 Uhr) die Gäste begeistern. Bereits am Nachmittag dürfen sich die Gäste neben der Nachmittagsvorstellung des Stücks, Aufführung ab 13.30 Uhr, auf eine Bewirtung mit Mittagessen ab 12 Uhr und Kuchen zum Kaffee freuen.
Zur ersten Aufführung durfte Vereinsvorsitzender Gerd Finger Bürgermeister Andreas Hölzlberger sowie Ehrenmitglieder und Unterstützer in der Halle begrüßen. Neben der traditionellen Tombola mit Sachpreisen und wertvollen Gutscheinen lud er bereits vor Beginn des Theaterstücks zum anschließenden Tanz zur Musik der Zwei-Mann-Partyband „Duo Forever“ mit Rolf Krüger und Günther Bräuning aus Neustetten ein.
Bei der Komödie in drei Akten herrschte in der Familie Müller Aufbruch-Chaos. Alle Familienmitglieder standen kurz vor einer Reise. Mutter Elisabeth (Stefanie Genger) fährt zur Kur. Tochter Sabrina (Bianca Keck) will mit ihrem Freund Yogi (Josef Haushofer) auf Rucksacktour nach Tibet aufbrechen, während Opa Gustav (Roland Bross) an einer Seniorenwallfahrt nach Rom teilnehmen muss. Vater Gottfried (Bernd Brenner) packt seine Tasche für eine berufliche Fortbildung – trotz verstauchtem Bein.
Pläne für die „sturmfreie“ Zeit
Während Elisabeth ihren Mann in dieser Situation nicht alleine lassen möchte, setzt Gottfried alles daran, dass sämtliche Familienmitglieder wie geplant verreisen. Grund ist, dass er sich während der „sturmfreien“ Zeit mit Natascha (Manuela Breker), einer käuflichen Dame aus dem zwielichtigen Gewerbe vergnügen möchte. Die aufdringliche Nachbarin Henneliese (Heidi Gauss) durchkreuzt seine Pläne.
Zudem klingelt andauernd der sympathische Paketbote Martin (Arnold Franz) und liefert im Internet georderte Pakete mit kompromittierendem Inhalt. Opa Gustav, der seine Reise auch nur vortäuscht, will die sturmfreie Bude währenddessen für ein Gelage mit seinem Freund Max (Frank Bross) auskosten. Elisabeths Mutter Frida (Jutta Franz) soll die Blumen gießen und wird beim Anblick der aus dem Ruder geratenen Situation ohnmächtig.
Der Anstand bleibt gewahrt
Die Geschichte entwickelt sich turbulent und nimmt mit zunehmender Dauer an Fahrt auf. Prickelnde Szenen rund um Stangentanz, sexy Outfits und erotisierende Sprays, verbreiten eine heitere Stimmung im Saal, lassen das Publikum oft laut lachen, aber gehen nie unter die Gürtellinie.
Begeistert äußerten sich die Gäste über die mit viel Engagement und hohem Aufwand zusammengestellten Kostüme, die der Inszenierung vor einem Bühnenbild im heimischen Wohn- und Esszimmer von Elisabeth und Gottfried das Sahnehäubchen aufsetzten. Unter der Regie von Frank Bross, der in die Rolle von Opa Gustavs Kumpels Max schlüpfte, agierte das Theaterensemble mit riesigem Spaß an dem Stück und interpretierte sämtliche Rollen großartig und überzeugend.
Bernd Brenner gibt sein Debüt
Bernd Brenner trat erstmals gemeinsam mit der „Sandsackbühne“ auf, Josef Haushofer spielte zum zweiten Mal mit. Hinter den Kulissen kümmerten sich Franziska Blaich und Julia Quintus um die Maske. Alle Mitwirkenden lieferten tolle Leistungen auf der Bühne ab. Das Mitgefühl galt dem sympathischen Paketzusteller Martin, dargestellt von Arnold Franz, der alles mitmachen durfte oder musste und dabei stets sein Fett wegbekam. Köstlich – auch darauf dürfen sich die Gäste der noch folgenden Aufführungen freuen. Die Bekanntgabe der Tombola-Gewinner steht bei der Abendvorstellung am 5. Januar auf dem Programm. An diesem Abend mit Bewirtung, steigt nach dem Theaterstück in der Bar eine Party mit DJ Jogi.
Außerdem geht die Sandsackbühne auf Tournee: Bei der gemeinsamen Jahresfeier des Männergesangvereins „Liederkranz“ und des Frauenchors Egenhausen tritt die Beihinger Truppe am Samstag, 27. Januar, in der Silberdistelhalle auf. Beginn ist um 19.30 Uhr, Saalöffnung um 18 Uhr. Auch dort gibt es eine Tombola, und für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt.