Alexander Hundertpfund aus Allmannsweier durfte am Dienstag auf dem Quizstuhl der RTL-Fernsehsendung „Wer wird Millionär“ Platz nehmen. Mit seinem Wissen bahnte er sich den Weg zur 64 000-Euro-Frage. Seinen Telefonjoker nutzte er dabei sehr kreativ.
Die Drei-Millionen-Euro-Woche der RTL-Quizsendung „Wer wird Millionär??“ ist seit Montag in vollem Gange. Bis Donnerstag können sich dabei Kandidaten für das Finale qualifizieren. Erreicht werden muss dafür die korrekte Beantwortung der 16 000-Euro-Frage. Schwanauer, die am Dienstagabend die Sendung verfolgt haben, dürften nicht schlecht gestaunt haben, als die heimische Gemeinde genannt wurde. Alexander Hundertpfund aus Allmannsweier hatte sich immer wieder für die Quizsendung beworben und glücklicherweise mit der fünften Auflage der Sonderformat-Woche eine Zusage und damit die Chance erhalten, nicht nur eine, sondern gleich drei Millionen Euro mit nach Hause zu bringen.
Der 38-Jährige machte es spannend: Zunächst scheiterte er als einziger Kandidat an der ersten Qualifikationsrunde. Doch bei der zweiten Möglichkeit schaffte er diese erste „Hürde“ und durfte damit auf dem Ratestuhl in der Mitte des Studios bei Günther Jauch Platz nehmen. „Ich war in dieser Ausnahmesituation zunächst wahnsinnig aufgeregt – deshalb auch mein Patzer bei der ersten Schnellraterunde“, erklärte Hundertpfund im Gespräch mit unserer Redaktion.
Auf dem Quizstuhl selbst habe sich die Nervosität aber recht schnell gelegt. So bahnte er sich seinen Weg mit seinem Wissen von der 50- bis hin zur 64 000-Euro-Frage. Und Letztere wird vielen Zuschauern lange im Gedächtnis bleiben, denn damit schaffte es Hundertpfund Moderator Günter Jauch zu verwirren.
30 Sekunden Zeit für den Telefonjoker
„Maximal wie viele Monde können sich zwischen Erde und Sonne befinden?“, fragte Jauch den Schwanauer und gab die Antwortmöglichkeiten „einer“, „drei“, „fünf“ und „zwölf“. Hundertpfund entschied sich dafür, Michael Hassler als Telefonjoker zu nutzen. Bereits vor seinem Anruf kündigte der Allmannsweierer an, die Frage anders zu stellen, als sie ihm selbst vorlag. „Ja, überlegen Sie sich was“, scherzte Jauch, noch bevor Hassler das Telefonat annahm. „Der Planet Merkur – wie viele Monde hat der?“, frage Hundertpfund seinen Joker. „Gar keinen“, kam die Antwort. „Und wie viele Monde hat die Venus?“, kam Hundertpfunds zweite Frage hinterhergeschossen. „Ebenso – es sind die beiden, die keinen Mond haben“, sagte Hassler und versprach Hundertpfund noch 95-prozentige Sicherheit. Damit waren die 30 Sekunden, die für den Joker zur Verfügung stehen, auch schon vorbei. Völlig perplex schaute Jauch seinen Kandidaten an: „Sie haben eine völlig andere Frage gestellt, ich bin ja überhaupt nicht mehr mitgekommen!“, sagte er und erntete dafür Lacher aus dem Publikum.
Mit dem Gewinn ist eine größere Angelreise geplant
Der 38-jährige Schwanauer erklärte seine Vorgehensweise mit dem Merkspruch für die Reihenfolge der Planeten: „Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unseren Nachthimmel.“ Merkur und Venus sind die einzigen Planeten zwischen Erde und Sonne. Da er wisse, wie viele Monde die Erde hat, habe er nur noch die Monde der anderen beiden Planeten wissen müssen. Seine besondere Fragestellung ging auf: Mit der Antwort „einer“ erreichte er die 64 000 Euro. Hundertpfund stieg bei der kommenden 125 000-Euro-Frage aus und hat damit die 64 000 Euro zunächst sicher (siehe Info). Mit seinem Gewinn sei eine größere Angelreise geplant.
Jeder Kandidat kann nur einmal an der Show teilnehmen
„Als ich vom Stuhl wieder aufgestanden bin und mich wieder nach hinten setzen konnte, da ist mein Adrenalin runtergefallen. Ich war für ein paar Minuten einfach weg“, schilderte der Marketingleiter der Seelbacher Firma Julabo unserer Redaktion. Gefreut habe es ihn aber, dass er aufgrund der Sonder-Woche das Studio nicht verlassen musste, sondern als Zuschauer die Sendung weiter verfolgen konnte. „Es war im wahrsten Sinne des Wortes ein einmaliges Erlebnis“, sagte Hundertpfund. Denn bei „Wer wird Millionär?“ kann jeder Kandidat nur ein einziges Mal teilnehmen – ausgenommen in der Drei-Millionen-Euro-Woche.
Ob er an anderen Quizshows einmal teilnehmen werde, darüber habe er sich noch keine Gedanken gemacht, erklärte der Schwanauer noch gegenüber unserer Redaktion. Nun gilt es also erst einmal, Hundertpfund am Freitag die Daumen zu drücken.
Finale am Freitag
Ob Alexander Hundertpfund den Hauptgewinn der Spezial-Woche mit nach Schwanau bringen wird, bleibt offen. In der Finalsendung kann er mit seinen 64 000 Euro mit Günther Jauch in Verhandlungen treten. Am Freitag, 5. Januar, ab 20.15 Uhr kann auf dem Sender RTL mitgefiebert werden.