Das Gegenteil von gut ist gut gemeint. Dieser Spruch trifft auf das Neubauprojekt für Flüchtlinge auf dem Hegneberg zu. Die Stadt meint es gut, will Flüchtlingen mit Bleiberecht und anerkannten Asylbewerbern pflichtgemäß Wohnraum bieten und – langfristig gesehen – für Rottweil neue Wohnungen schaffen.

Das Ministerium meint es gut und legt ein Förderprogramm auf, das Neubauten für Flüchtlinge mit einer kräftigen Finanzspritze unterstützt. So entstehen zwölf nagelneue Wohnungen, die nicht auf dem freien Wohnungsmarkt zur Verfügung stehen.

Dass das vielen Bürgern angesichts des ohnehin knappen bezahlbaren Wohnraums sauer aufstößt, hätte man sich denken können. Statt die Integration voranzubringen, werden so weiter Ressentiments geschürt. Da nützt dann auch ein weiterer "Neubau für alle" nichts. Sehr, sehr ungeschickt.

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