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Rottweil Turmgegner machen Restrisiko aus

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Rottweil (pn). Nach Gesprächen mit der Deutschen Bahn AG und Fachbüros, die am Scoping und an der Bebauungsplanänderung für den ThyssenKrupp-Testturm beteiligt sind, vermutet die Gruppe der Standortgegner Lücken im bisherigen Verfahren. In einer Pressemitteilung zeigt sich nun Sprecherin Ute Bott interessiert, wie sich die Gemeinderäte dazu äußern.

Obwohl mittlerweile die frühzeitige Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung zum Bebauungsplanverfahren beendet ist, sei die Deutsche Bahn trotz des 250 bis 280 Meter entfernt liegenden Tunnels der Bahnlinie 4600 nicht beteiligt worden. Das haben die Standortgegner durch einen Nachfrage bei der Bahn erfahren. Konzernbevollmächtigter Eckart Fricke zeigte laut Pressemitteilung großes Interesse und habe Bott gegenüber geäußert: "Wenn wir die Informationen von Ihnen nicht bekommen hätten, hätten wir von dem Projekt nicht erfahren."

Die Standortgegner hatten auf die Nähe zum Tunnel bereits in der zweiten Bürgerversammlung am 14. Oktober hingewiesen. Im Scoping, das die Rahmenbedingungen der Prüfungen festlegt, sei das Thema behandelt und den Geologen zur Prüfung übergeben worden, wie das Planungsbüro 365° aus Überlingen Bott versichert haben soll. In den etwa 150 Seiten über die frühzeitige Beteiligung könnten viele Details zur Geologie nachgelesen werden, aber kein einziger Satz zum Eisenbahntunnel.

Der Schwarzwälder Bote hat schon am 17. September über das Thema berichtet. Damals erklärte ThyssenKrupp, dass Experten zum Schluss gekommen seien, dass weder Auswirkungen durch den Zugverkehr auf den Turm, noch durch den Turm auf die Eisenbahnstrecke zu erwarten wären.

Dennoch vermuten die Standortgegner nun, dass ein unliebsames Problem verschwiegen werden soll. Jedenfalls hätten sowohl die Stadtverwaltung als auch der Bauherr ThyssenKrupp Real Estate GmbH als Beteiligte beim Scoping von der Problematik gewusst. Über den Baugrund – insbesondere über den Mittleren Muschelkalk –, heiße es im geotechnischen Untersuchungsbericht: "Diese Schichten wurden hier lokal durch Bohrungen nicht erkundet." Dazu verweisen die Standtortgegner auf die Grafik von Jürgen Kühn über die Geologie des Standortes vom 13. Oktober, nach der Hohlräume im Untergrund nicht ausgeschlossen werden könnten. Zur Einschätzung dieses Risikos fordern die Standortgegner die Prüfung der Geologie in das Scoping-Verfahren komplett mit einzubeziehen.

 
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