Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Rottweil Massentierhaltung im Visier

Von
Woher kommt das Fleisch auf dem Teller? Die ÖDP weist auf Gefahren durch Massentierhaltung hin. Foto: Dedert Foto: Schwarzwälder Bote

Kreis Rottweil. Die ÖDP will über die Entstehung von multiresistenten Keimen durch die Massentierhaltung aufklären und fordert vom Landtag ein umgehendes Verbot von Glyphosat über den Bundesrat. In der ersten Mitgliederversammlung des ÖDP-Kreisverbands Rottweil in diesem Jahr in Schramberg-Heiligenbronn stellte Verena Föttinger aus Fluorn-Winzeln, Beisitzerin im Bundesvorstand der ÖDP, die Aktion "Klaus graust’s" des ÖDP-Europaabgeordneten Klaus Buchner vor. Er weist damit den Zusammenhang zwischen der Massentierhaltung und der Verbreitung der gefürchteten multiresistenten Keime auf, heißt es in der Pressemitteilung des Kreisverbands.

Damit in den hoffnungslos überfüllten Ställen der "Fleischfabriken" keine seuchenhaften Krankheiten ausbrechen, werden vorbeugend in das Futter verschiedene Antibiotika in erheblichen Mengen beigemischt, auch solche, die eigentlich für die Behandlung von Menschen entwickelt wurden, so die ÖDP. Über Kreuzungen entstehen die multiresistenten Keime. Rückstände lagern sich im Fleisch der Tiere ab, verbreiten sich aber auch über die Düngung in der Landwirtschaft. "Laut WHO droht eine medizinische Katastrophe, weil selbst die bei schweren Krankheiten überlebenswichtigen Ersatzantibiotika inzwischen in der Tiermast immer häufiger eingesetzt werden", so Verena Föttinger. Die ÖDP fordert, dass an der Ursache angesetzt wird. Sie will daher der "hochsubventionierten und dem Tier- und Menschenwohl widersprechende Massentierhaltung mit regelmäßigen Antibiotikagaben" eine Ende setzen. Nur nachhaltig ökologisch wirtschaftende Betriebe mit Subventionen sollen gefördert werden. "Die Verbraucher müssen beim Einkauf erkennen können, wie das Fleisch erzeugt wurde, das sie kaufen und essen, damit sie ihre Gesundheit nicht über ihre Nahrung mit antibiotikaresistenten Keimen gefährden."

Mit Infoständen und weiteren Aktionen wollen die Öko-Demokraten die Bevölkerung aufklären. Außerdem beschloss die Versammlung einen Brief an den Landtagsabgeordneten Stefan Teufel, den Stadt- und Kreisrat Bernd Richter im Entwurf vorlegte. Teufel hatte Ende November 2017 in Rottweil bei einem Treffen mit Campact-Aktivisten versprochen, sich im Stuttgarter Parlament für ein Verbot des Totalherbizids Glyphosat stark zu machen. In ihrem Brief schreiben fordern die Öko-Demokraten des Kreisverbands Rottweil den Landtagsabgeordneten auf, sich im Landtag von Baden-Württemberg mit seiner Fraktion dafür einzusetzen, dass die Landesregierung im Bundesrat umgehend beantragt, Glyphosat bundesweit zu verbieten. Jetzt wartet der Kreisverband nach eigenem Bekunden gespannt, was in den nächsten Wochen in Stuttgart und Berlin in dieser Angelegenheit geschehen wird.

Ihre Redaktion vor Ort Rottweil

Armin Schulz

Fax: 0741 5318-50

Flirts & Singles

 
 
0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.