Sind schon jetzt zum Spielen aufgelegt (von links): Evi Bauer und Regina Möhrle vom Schwarzwälder Boten, Anke Feuchter, Geschäftsführerin des Kinderschutzbunds in Rottweil, GHV-Vorsitzende Karin Huonker sowie Gudrun Spreter, die Vorsitzende des Kinderschutzbunds in der Stadt. Foto: Schickle

Rottweil verwandelt sich am 26. Juli in riesigen Spielplatz. Kinderschutzbund erfüllt sich mit Erlös Wünsche.

Rottweil - Kein Tag für Spielverderber: Am Freitag, 26. Juli, ist in der Stadtmitte nämlich Toben angesagt. Von 11 bis 18 Uhr findet der dritte Rottweiler Spieletag statt.

Mit Spielen kennen sich Gudrun Spreter und Anke Feuchter aus. Im Kinderpark sind sie schließlich die meiste Zeit von spielenden Kindern umgeben: Die beiden stehen an der Spitze des Kinderschutzbunds, Ortsverein Rottweil. Spreter ist Vorsitzende, Feuchter Geschäftsführerin. Und beide sind erfreut, wenn sie an den Spieletag denken: Der Erlös der Veranstaltung kommt nämlich ihrem Verein zugute. Bereits zum dritten Mal organisieren der Gewerbe- und Handelsverein (GHV) und unsere Zeitung den Rottweiler Spieletag. Sieben Stunden lang verwandelt sich die Innenstadt in einen riesigen Spielplatz. An über 25 Ständen gibt es jede Menge Action für Kinder. Dafür lassen sich die beteiligten Händler einiges einfallen: "Ich hab viel Spaß am Spieletag", erzählt GHV-Vorsitzende Karin Huonker. Die Stadt voller Kinder – das gefällt der vierfachen Oma.

Einkaufen ist während des Spieletags natürlich möglich, allerdings weiß Huonker schon jetzt, dass sie den Stand vor ihrem Geschäft betreuen möchte. Voriges Jahr hat sie ein Wettrennen mit Koffern angeboten, ähnliches schwebt ihr wieder vor. Überhaupt passt das Spielangebot oftmals zum jeweiligen Geschäft. Regina Möhrle vom Schwarzwälder Boten ist vor allem eine Station in Erinnerung geblieben: "Mein Favorit ist immer noch der Kopfkissenweitwurf."

Dazu kommen Angebote wie Kinderschminken, ein Kletterwürfel, ein Bungee­trampolin und ein Segway-Parcours. Es gibt also ganz schön viel zu tun: Damit die jungen Teilnehmer nicht den Überblick verlieren, erhalten sie an jeder Station einen Sticker, den sie in eine Art Pass einkleben können. Und am Ende gibt’s eine Urkunde samt Bild als Erinnerung an den Rottweiler Spieletag. Der sei inzwischen ein richtiger Selbstläufer, sagt Möhrle. "Da ist brutal viel los in der Stadt", fügt Huonker hinzu.

Während die Händlerstationen kostenlos sind, wird an anderen ein kleiner Obolus fällig. Verdienen wird an dem Tag niemand, erklären die Macher, allerdings müssten die Kosten gedeckt werden. Und was übrig bleibt, kommt dem Kinderschutzbund zugute. Der ist natürlich ebenfalls vor Ort: Im Brunnen vorm Alten Rathaus können Kinder Quietscheentchen angeln oder Edelsteine aus einem Sandkasten sieben.

Wenn nicht gerade Spieletag ist, ist der Kinderschutzbund in seinen Räumen im Neuen Rathaus zu finden. Dort ist der Kinderpark, eine Krippe, untergebracht. Außerdem gibt es eine Kleiderstube mit gebrauchten Kinderklamotten, wo jedermann einkaufen kann. Beratung und Treffen von Kindern und Eltern unter Aufsicht, etwa wenn ein Elternteil kein Sorgerecht hat, bietet der Verein ebenfalls an. "Ganz neu ist der Willkommensbesuch", erzählt Gudrun Spreter: Mitarbeiter des Kinderschutzbunds besuchen Rottweiler Familien mit neugeborenen Babys. Dazu kommen Babysitterkurse und ein wöchentliches Spielcafé, bei dem Eltern und Kinder gemeinsam kochen und backen.

Für diese Arbeit möchten Feuchter und Spreter den Erlös des Spieletags verwenden. "Unser Kinderpark braucht neue Ausstattung", erklärt die Vereinsvorsitzende. Zum einen sollen die Krippenkinder eine Minisprossenwand erhalten, zum andern die Küche eine neue Ausstattung. Am 26. Juli allerdings wird erst mal gespielt.

Weitere Informationen: Evi Bauer, Telefon 07423/78207, und Karin Huonker, Telefon 0741/79 83.

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