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Rottweil Inklusion funktioniert auch auf der Laufbahn

Von
Männer und Frauen hinter den Kulissen: GIEB-Projektleiterin Silvia Gmelin (vordere Reihe von links), Schirmherr Oberbürgermeister Thomas Herzog, Kreis-Sozialdezernent Bernd Hamann, Behindertenbeauftragter des Landkreises Gerhard Winkler; (hintere Reihe, von links): stellvertretender WFV-Bezirksvorsitzender Willi Herzog, stellvertretende WLSB-Vorsitzende Christine Vollmer und Sportkreispräsident Karl-Heinz Wachter. Fotos: kw Foto: Schwarzwälder Bote

Kreis Rottweil (kw). Ein Leuchtturmprojekt soll neben dem eigentlichen Zweck eine besondere Signalwirkung für möglichst zahlreiche Folgeprojekte haben und in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden.

Die von der Aktionsgemeinschaft GIEB und dem Sportkreis Rottweil am Sonntag durchgeführte Sportveranstaltung unter dem Motto "Mit dem deutschen Sportabzeichen auf dem Weg zur Inklusion" in Schramberg-Sulgen war ein solches Vorhaben.

Sportler mit und ohne Behinderung versuchten auf dem Sulgener Sportgelände und im nahen Hallenbad die Vorgaben für das Deutsche Sportabzeichen in den Kategorien Ausdauer, Koordination, Kraft und Schnelligkeit zu erfüllen.

Natürlich konnten nicht alle Sportler mit Handicap die Vorgaben schaffen. Doch das war letztlich Nebensache. Sie erhielten dennoch eine Teilnahmeurkunde. Alle Bürger, mit und ohne Beeinträchtigung, sollen die Möglichkeit erhalten, an allen Veranstaltungen, Angeboten und Prozessen im jeweiligen Lebensumfeld und im ganzen Landkreis teilzunehmen. Dieses Ziel hat sich die GIEB, zu der mehrere Träger der Behindertenhilfe zählen, auf ihre Fahnen geschrieben. Diese Aktion war auf sportlichem Gebiet ein erster großer Schritt in diese Richtung.

Trotz heißer Temperaturen gingen 35 Teilnehmer mit Handicap, begleitet von ihren Betreuern, und 15 Sportler ohne Behinderung an den Start. Da man keinen Ausweichtermin hatte finden können und für diese Veranstaltung im Vorfeld schon sehr viele Stunden Arbeit aufgewendet wurden, kam eine Absage trotz der Gluthitze nicht in Betracht. Es wurde dafür gesorgt, das sich alle Sportler nach den Disziplinen im Schatten aufhielten und genügend Flüssigkeit zu sich nahmen. Zudem war ein DRK- Team vor Ort, das jedoch nicht eingreifen musste. Der Langstreckenlauf wurde auf später verschoben.

Sportkreispräsident Karl-Heinz Wachter erinnerte daran, dass der Sportkreis vor zwei Jahren eine ähnliche Veranstaltung mit Geflüchteten durchgeführt habe. Wachter bedankte sich bei den beteiligten Personen aus dem Umfeld der Aktionsgemeinschaft GIEB unter Federführung von Projektleiterin Silvia Gmelin und den Helfern an den einzelnen Stationen. Sein Dank galt besonders den beiden Sportkreisreferenten Dirk Theis und Klaus Walter. Sie hatten zusammen mit dem GIEB-Mitarbeiterstab diese Inklusionsveranstaltung in zahlreichen Besprechungen organisiert. Die Vizepräsidentin des Württembergischen Landessportbundes (WLSB), Christine Vollmer, brachte mit ihrem Besuch zum Ausdruck, welch großen Stellenwert der WLSB dieser vom Sportkreis Rottweil mitgetragenen Veranstaltung beimaß.

Die Leichtathletikanlage in Sulgen biete beste Bedingungen, betonte Schrambergs Oberbürgermeister und Schirmherr Thomas Herzog bei der Begrüßung der Teilnehmer und der Betreuer.

Für den verhinderten Landrat sprach Sozialdezernent Bernd Hamann ein Grußwort. "Jeder hat durch seine Teilnahme jetzt schon eine Medaille verdient, passen sie auf sich auf und denken sie an ihre Gesundheit", rief Hamann den Sportlern zu. Silvia Gmelin entschuldigte den früheren Behindertensportler Frank Höfle, der die Schirmherrschaft übernehmen wollte. Unter den Gästen befanden sich auch der Behindertenbeauftragte des Landkreises Rottweil, der frühere Dunninger Bürgermeister Gerhard Winkler, sowie vom Württembergischen Fußballverband Willi Herzog. Mit dabei war auch Dorothee Eisenlohr, Kandidatin für den Schramberger Oberbürgermeisterposten.

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