Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Rottweil Der Hummer wohnt im Paradies

Von
Auf eine spannende Entdeckungsreise nimmt Thomas Haßler die Teilnehmer seiner Stadtführung mit. Foto: Siegmeier Foto: Schwarzwälder Bote

In Rottweils historischer Innenstadt gibt es eine ganze Menge zu sehen und zu entdecken. Doch wer jeden Tag durchs Städtle läuft, der vergisst oft, den Blick mal wieder nach oben zu richten und sich die Besonderheiten anzuschauen.

Rottweil. In der Hektik des Alltags bleibt meist keine Zeit für Fassadenmalereien, Stechschilder oder ähnliches. Rottweils Stadtführer haben eine breite Palette an Themen für ihre Führungen parat und wissen so manche Geschichte und Anekdote zu erzählen. So auch Thomas Haßler, der seit kurzem als privater Stadtführer unter dem Titel "SIDE-Seeing" Entdeckungstouren durch Rottweil anbietet.

Mit Haßler ging es am Samstag bei der Zeitreise ins Jahr 1720 auf die Suche nach Hummern, Adlern und Schweizer Eseln. Als Lukas Fidelius Freiburger, der Geselle des berühmten Barockmalers Johann Achert, machte sich Haßler mit den Gästen auf den Weg. Der Malergeselle war auf der Suche nach einem Motiv für die Fassade eines Schweizer Kaufmanns. Und es gab tatsächlich auch für Einheimische noch so manches zu entdecken. Aber was Rottweil mit einem Hummer zu tun haben soll, das konnte sich niemand erklären. Doch so viel sei verraten: Der Hummer wohnt im Paradies. Aber es sollte nicht der einzige Hummer bleiben.

Auf der eineinhalbstündigen Tour lässt sich so manches exotische Tier ausmachen. Neben dem Hummer gibt es Pfauen, Kamele, Füchse, Löwen, ja und sogar Delphine zu sehen. Die Fassaden und Erkerfelder erzählen viele Geschichten. Im Gasthaus Rössle oberhalb des Schwarzen Tors war anno dazumal eine Posthalterstation untergebracht. Und dort hat sogar ein richtiger Herzog übernachtet, erzählt der Malergeselle: Karl Eugen von Württemberg. Von Rottweils Toren ist nicht mehr viel übrig, doch Lukas Fidelius weiß, dass es zur Sicherung der Stadt eine ganze Menge davon gegeben hat.

"An die neun Tore müssen es gewesen sein", erzählt er, während er mit seiner Gästeschar die Obere Hauptstraße hinunterschlendert und ihnen die Pracht der Rottweiler Erker vor Augen führt.

Auch auf die unterschiedlichen Wirtshausbezeichnungen ging Thomas Haßler in seinem Rundgang ein und verblüffte die Zuhörer. "Bilder und ihre Symbole spielten in der damaligen Zeit eine wichtige Rolle, da viele Leute gar nicht lesen konnten", machte er deutlich. Dass es in den Seitengassen wesentlich weniger Prunk als in der Hauptstraße gab, wurde ebenfalls schnell sichtbar.

In der späten Reichsstadtzeit habe die Handwerkerschaft ums Überleben kämpfen müssen. "Deswegen waren ja auch die Zünfte für die Handwerker so wichtig", so Haßler. Früher sei es zudem so gewesen, dass man während der Ausbildung kein Geld bekam, sondern Lehrgeld bezahlen musste.

Thomas Haßler bietet regelmäßig Führungen an, private Führungen können zudem angefragt werden.

Weitere Informationen: Das gesamte Programm gibt es unter rottweil-stadtfuehrungen.de

 
 

Ihre Redaktion vor Ort Rottweil

Armin Schulz

Fax: 0741 5318-50

Flirts & Singles

 
 

Angebot der Woche

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Kommentarregeln

Um Artikel kommentieren zu können, ist eine Registrierung erforderlich. Sie müssen dabei Ihren Namen sowie eine gültige E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben. Bei Abgabe Ihrer Kommentare wird Ihr Name angezeigt. Alternativ können Sie sich mit Ihrem Facebook-Account anmelden.

  1. Passwort vergessen?
Sie haben noch keinen Benutzer-Zugang? Jetzt registrieren!
  1. null

loading